Nachgefragt

GWA und OMG ziehen positive Bilanz der Initiative „Komm in die Agentur”

Die Antwort von Dr. Ralf Nöcker, Geschäftsführer Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA und Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer Organisation der Mediaagenturen OMG:

Dr. Ralf Nöcker, GWAEs war ein Novum: Die sechs Agenturverbände der Kommunikationsbranche BVDW, CMF, FAMAB, GPRA, GWA und OMG starten eine gemeinsame Employer Branding Kampagne, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Am 17. Mai 2017 war es soweit: Unter dem Claim „Mach was draus - Komm in die Agentur” wurde auf hunderten Websites und Social Media Kanälen von Agenturen und Verbänden mit einem markanten Key Visual zur Teilnahme aufgerufen. Mit dem Angebot zu einem zwölfwöchigen Praktikum konnten die Agentursurfer jeweils zwei Wochen in sechs verschiedene Agenturen hineinschnuppern.

Mit dem Ergebnis sind wir als GWA und OMG mehr als zufrieden. Die Initiative erzeugte eine enorme Medienresonanz: 250.000 Seitenaufrufe von www.komm-in-die-agentur.de, #kommindieagentur war am 17. Mai Trendthema auf Twitter, 13.000 Aufrufe des Kampagnenvideos und Plakatwerbung an 30 Universitäten. Zum Erfolg trug auch die aktive Unterstützung der Mitgliedsagenturen bei. So haben 59 Agenturteams an 30 Hochschulen vor Ort Aktionen durchgeführt und für die Kampagne geworben. Kampagnenpartner Facebook sorgte mit einer Reichweite von 3,7. Mio. für relevante digitale Aufmerksamkeit

Insgesamt konnten über 100 Praktikumsplätze an sieben Standorten zur Verfügung gestellt werden. Ursprünglich waren 42 Praktikumsplätze anvisiert. Das Ziel der Initiative, 42 qualifizierte Praktikanten für das Agentursurfing zu gewinnen, wurde auch deutlich übererfüllt: unter den insgesamt 105 Bewerbungen waren 82 qualifizierte. 67 Praktikanten wurden schließlich ausgewählt. Viele Bewerber hatten einen Kommunikationshintergrund, aber einige kamen auch aus den Bereichen Psychologie, Wirtschaft oder Ingenieurswissenschaften.

Das Entscheidende ist jedoch das Feedback der Teilnehmer: Laut einer anonymen Umfrage können sich über 75 der Teilnehmer vorstellen, später in einer Agentur zu arbeiten. Über 45 Prozent haben ein positiveres Bild der Agenturen und 97 Prozent würden das Format weiterempfehlen. Auch für die Agenturen war die Kampagne erfolgreich: 72 Prozent waren (sehr) zufrieden mit der Praktikantenauswahl und 81 Prozent konnten sich vorstellen, zukünftig mit einem der Praktikanten zusammenzuarbeiten.

Damit war aus unserer Sicht die gemeinsame verbandsübergreifende Kampagne der richtige Schritt zu einer wirkungsvollen Profilierung von Agenturen bei potenziellen Nachwuchstalenten und der Ansatz der Initiative - das Agentursurfing – für alle Seiten bereichernd. Die Studenten erhielten in kurzer Zeit Einblicke in viele verschiedene Agenturen und konnten gängige Vorurteile gegenüber Agenturen als Arbeitgeber selbst auf den Prüfstand stellen. Der Erfolg spricht für sich. Wir freuen uns daher auf die Fortsetzung der Initiative 2018. Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Denn der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs wird mit der steigenden Komplexität der Kommunikationsplanung in den kommenden Jahren weiter steigen.

Klaus-Peter Schulz, OMG

(vj)