Social Media

Fünf Tipps für Werbetreibende: Social-Media-Kampagnen leichtgemacht

Jochen Hahn, Geschäftsführer missMEDIAHeutzutage ist fast jede Zielgruppe und jedes Unternehmen in den sozialen Medien präsent. Damit haben sich Facebook & Co. auch als effektiver Werbekanal etabliert, denn nirgendwo sonst lassen sich Zielgruppen gezielter ansprechen als dort. Doch für erfolgreiche Kampagnen gibt es kein standardisiertes Vorgehen, jede Zielgruppe und jeder Kanal ist speziell. Dennoch gibt es fünf Dinge, die für gelungene Kampagnen essentiell sind und helfen, den eigenen Auftritt in den sozialen Netzwerken zu optimieren.

Kenne deine Zielgruppe!
Das größte Problem ist die Zielgruppe oder eher das Verständnis von der Zielgruppe. Wie tickt diese? Was genau sind ihre Bedürfnisse? Auf jeder Werbeplattform kann Erfolg nur dann erzielt werden, wenn von Anfang an erreichbare, messbare und reproduzierbare Ziele definiert werden – und Kern dieser Definition bildet das Kennen der eigenen Zielgruppe. Welche Altersspanne umfasst die Zielgruppe? Ist sie überwiegend oder ausschließlich männlich oder weiblich? Was für Interessen und Vorlieben gibt es in der Gruppe besonders häufig? Durch genau Targeting-Möglichkeiten, wie es sie bei Facebook gibt, wird eine Kampagne mit geringen Streuverlust genau an die Menschen ausgespielt, die man erreichen möchte. Hilfreich ist hierbei, die Zielgruppe für die Zielgruppe arbeiten zu lassen. Indem Alter, Interessen und Mediennutzungsverhalten dem der Zielgruppe entsprechen, können treffsichere Inhalte und Kampagnen optimal ausgespielt werden.

Native Advertising wins!
Die Präsenz auf Facebook & Co. sollte für Marken auch wirtschaftliche Vorzüge mit sich bringen. Wie also Geld verdienen? Im Gegensatz zu Sponsored Posts, verspricht Native Advertising als Werbeformat auch einen wirtschaftlichen Erfolg. Publishern ist es mittlerweile erlaubt, auch werbliche Inhalte zu veröffentlichen. Diese Text- oder Videoinhalte transportieren Markenbotschaften von Werbekunden, die von den Reichweiten- und Engagement-Vorteilen der Publisher profitieren möchten. Heutzutage erkennen immer mehr Werber, dass gut gemachtes Native Advertising beinahe die einzige Möglichkeit ist, in das Mindset der Digital Natives zu gelangen. Die Wirkung dieser nativen Werbeformate ist viel stärker als der von althergebrachten und kontextunabhängigen Formaten, wie z. B. Bannern, daher ergibt sich bei Native Advertising auch ein deutlich höherer Monetarisierungsgrad. Harte Währung sind dabei nicht Ad Impressions, sondern die tatsächliche Auseinandersetzung der User mit den ihnen angebotenen Inhalten – das Engagement!

Weniger (Text) ist mehr!
Die immer weiter zunehmende Nutzung der sozialen Netzwerke führt dazu, dass sich Inhalte dem Nutzungsverhalten und vor allem auch dem Device, allen voran dem Smartphone, anpassen. Heute hat kaum einer mehr Lust und Zeit, größere Mengen an Text zu konsumieren, während er oder sie zur Arbeit fährt und sich lediglich kurz und knapp informieren möchte. So zeigt sich, dass längere Posts auf Facebook kaum noch gelesen werden, kurze und prägnante Texte dafür der Schlüssel zum Konsum sind. Im Idealfall lösen gelungene Posts Emotionen und ein Kopf-Kino bei der Zielgruppe aus. Identifiziert sich der User mit diesen Botschaften, wird eine Verbundenheit mit der Community etabliert und die Brand Awareness im Mindset der Zielgruppe gesteigert.

Lasst die (Bewegt-)Bilder sprechen!
Bilder bleiben im Gedächtnis und lösen sofort Gefühle aus, was ein Text oft erst nach mehreren Sätzen vermag, wenn überhaupt. Somit sind Fotos und Videos perfekt für Social Media-Kampagnen geeignet. Wer punkten will, muss also in Pixeln denken – ob bewegt oder unbewegt. Neben dem Produktionsbudget zählt vor allem eines, die Fantasie. Wichtig ist es, ein einheitliches visuelles Erlebnis anzubieten, genauso wie eine geschlossene Marketing-Botschaft über alle Social-Media-Kanäle hinweg zu vermitteln. Die visuelle Gestaltung der Social Web-Kampagne und die Marketing-Botschaft müssen zueinander passen. Unterscheidet sich der Markencontent von Plattform zu Plattform stark, verliert die Marke an Glaubwürdigkeit und Konsistenz.

Wer wagt gewinnt!
Der Erfolg einer Kampagne ist maßgeblich von ihrer Konzeption abhängig. Wie bei klassischen Bannerkampagnen auch, macht es im ersten Schritt Sinn, breit zu starten, verschiedene Segmente und Anzeigentypen zu testen, und dann sehr schnell im Verlauf der Kampagne zu schauen, welche effizient sind und welche man optimieren sollte. Insbesondere bei Social Media-Kampagnen können sich Targets oder Gegebenheiten sehr schnell verändern. Hier sollte man reagieren können und Kampagnen aktiv verbessern, austauschen oder abstellen. Wichtig: Verschiedene Plattformen benötigen unterschiedliche Verpackung der Inhalte. Social Media ist mehr als ein Kanal für klassische Werbung, weshalb sich Kampagnen auch visuell von klassischen Bannern unterscheiden müssen. Facebook ist die zielgenaue Native-Advertising-Maschine. Unternehmen sollten Social Networks daher wie ein Publisher verwenden, nicht wie eine Infrastruktur zum Ausspielen klassischer Werbung. Mit Hilfe von gemessenen Interaktionsraten kann dann abgewogen werden, welche Formate und Themen den gewünschten Effekt erzielen und welche weniger. Davon ausgehend werden diese ins Repertoire aufgenommen – oder eben nicht.