Tech-Trends

Fünf Tech-Trends für Marketingprofis

Martin Kiermeier, Technologie-Vorstand der Coma AG

Martin Kirmaier, Technologie-Vorstand der Coma AG, hat fünf Tech-Trends identifiziert, mit denen sich Unternehmen 2018 beschäftigen sollten:

1. Automation schafft 2018 endlich den Durchbruch im Marketing
In der Industrie ist Automation seit langem gelebte Praxis und der mit Abstand größte Effizienztreiber. Im digitalen Marketing wird dagegen über Automation eher geplaudert und philosophiert, um dann doch lieber alles händisch umzusetzen. Mittlerweile sind die Fortschritte im Bereich KI, Rechenleistung und Software so erdrückend, dass intelligente Automatisierung in 2018 den sicheren Durchbruch schaffen sollte. Neben dem Siegeszug von Programmatic Advertising werden wir künftig auf automatisierte SEO-Texte, personalisierte Kundendialoge via Mail und WhatsApp oder komplett durchgetaktete User Journeys setzen.

2. Der War for digital Talents zwingt zum Umdenken
Digitalisierung betrifft inzwischen alle. Unternehmen, Agenturen, Startups und Tech-Riesen suchen nach den besten Talenten im Markt und übertreffen sich mit teils absurden Arbeitsmodellen. Fünf Tage Homeoffice, Fitnesscenter, Bolzplatz und Live-Cooking, Gehälter jenseits der Kostendeckung. „The sky is the limit“. Es herrscht Krieg um die wenigen Guten und das treibt die Preise der Mittelmäßigen, ganz wie im bezahlten Fußball-Zirkus. Statt Erhöhung der Ticketpreise wird den meisten Marktakteuren wohl nur die Flucht in neue, effiziente Arbeitsmodelle übrigbleiben, denn eins ist sicher: Digitales Talent entscheidet, wer im nächsten Jahrzehnt überleben wird.

3. Progressive Web Apps sind auf dem Vormarsch
Progressive Web Apps (PWA) sind im Grunde genommen mobile Websites, die auf die Bedürfnisse der Smartphone Generation zugeschnitten sind. Sie sind schnell, funktionieren offline, lassen den User nie im Stich und fühlen sich auch noch wie „echte“ Apps an. Und das Tolle ist: Sie können mit herkömmlicher Webtechnologie erstellt werden und sind ergo deutlich schneller und kostengünstiger.

4. Bitcoin und Blockchain-Technologie kommen im Alltag an
Kryptowährungen und allem voran der Bitcoin haben zum Ende des Jahres für Furore gesorgt. Während es beim flüchtigen Investor um die schnelle Vermehrung von Spielgeld geht, lohnt durchaus ein Blick ins technische Backend der fälschungssicheren Währungen. Mit einer Vielzahl an Startups, Anwendungen und großen Playern ist die Blockchain nun reif für die Welt. Dabei ist es wichtig, das System zu verstehen, denn es könnte Transaktionen im Internet für immer verändern und auf lange Sicht sogar Banken überflüssig machen. Und das wird nicht nur den Finanzsektor ordentlich durcheinanderwirbeln.

5. DSGVO zwingt Unternehmen ihre Datenschutz-Hausaufgaben zu machen
Für viele gilt ein Serverstandort in Europa oder ein vorhandenes SSL Zertifikat bereits als ausreichende Sicherheitsmaßnahme im Kampf gegen Cyberangriffe oder klagewütige Rechtsanwälte. Hier gibt es zukünftig wohl einiges an Grundlagenarbeit zu verrichten, denn spätestens mit der EU Datenschutzgrundverordnung kommt niemand mehr um das „unliebsame“ Thema Datenschutz herum. Die neue Vorschrift regelt endlich den Umgang von Unternehmen mit personenbezogenen Daten – und zwar einheitlich und sogar europaweit.

Die Coma AG setzt komplexe Weblösungen um, entwickelt Mobile Apps und bietet technische Systemberatung an. Zu den Agenturkunden gehören Tempo, Saturn, Webasto, Philip Morris, Demak Up und der Deutsche Alpenverein.