Angebotskommunikation

Handel: Online-Prospekte wachsen stark

01.04.2025 - In der Angebotskommunikation ist weiterhin viel Bewegung: Während Print-Prospekte auf konstant hohem Niveau bleiben, wachsen Online-Prospekte weiter - vor allem die Intensivnutzung steigt.

von Susan Rönisch

Der aktuelle Prospektmonitor von IFH Media Analytics   zeigt, die Nutzung gedruckter Prospekte bleibt auf anhaltend hohem Niveau. Nahezu alle VerbraucherInnen (93 Prozent, 2024: 95 Prozent) lesen mindestens gelegentlich Print-Prospekte, 78 Prozent tun dies wöchentlich (2024: 79 Prozent).

Online-Prospekte: Intensivnutzung steigt, maximaler Nutzerkreis stagniert

Nicht zuletzt aufgrund der verstärkten Verbreitung von Apps steigt die Zahl der IntensivnutzerInnen von Onlineprospekten im Vergleich zum Vorjahr (2025: 66 Prozent wöchentliche Nutzung, 2024: 62 Prozent). Der maximale Nutzerkreis stagniert jedoch, da die Zahl der gelegentlichen Nutzer auf recht hohem Niveau nahezu gleichbleibt (2025: 86 Prozent, 2024: 87 Prozent). Die größten Zuwächse innerhalb der Online-Medien entfallen auf Anbieter-Apps (+20 Prozent) und -Websites (+10 Prozent), während Social Media kaum noch Wachstum (+1 Prozent) verzeichnet. Auch der Anteil der HybridleserInnen, also jenen die sowohl Print- als auch Online-Prospekte nutzen, bleibt mit 84 Prozent (2024: 85 Prozent) auf sehr hohem Niveau.


Planung des Wocheneinkaufs gewinnt an Bedeutung

Die wichtigsten Gründe für die Nutzung von Prospekten bleiben das Entdecken von Schnäppchen (Print: 64 Prozent, Online: 52 Prozent) und das Sparen beim Einkauf (Print: 56 Prozent, Online: 51 Prozent). Besonders deutlich zeigt sich ein Wandel bei der Einkaufsplanung: Fast jede/r Zweite (47 Prozent) nutzt inzwischen gedruckte Prospekte gezielt für die Wocheneinkaufsplanung - ein starker Anstieg im Vergleich zu 2016 (26 Prozent). Online-Prospekte spielen in diesem Bereich mit 36 Prozent eine etwas geringere Rolle.

Abschaffung von gedruckten Prospekten kritisch gesehen

Auch 2025 gibt etwa die Hälfte der VerbraucherInnen (51 Prozent; 2024: 56 Prozent) an, persönlich von der Einstellung gedruckter Prospekte betroffen zu sein. Von diesen bewertet nur ein Viertel (26 Prozent) die Abschaffung als positiv. Für 62 Prozent hat dies zur Folge, dass sie weniger Informationen von den entsprechenden Anbietern erhalten und teilweise dort sogar weniger kaufen (45 Prozent). Etwa die Hälfte (49 Prozent) liest nach der Prospekteinstellung nun mehr Prospekte von anderen Anbietern - fast genauso viele (45 Prozent) lehnen alternative, digitale Kanäle eher ab, weil sie deren Nutzung als zu kompliziert empfinden.

Prospekt-Wiedereinführungen stoßen auf positive Resonanz

Neben den Einstellungen von Prospekten sind auch Wiedereinführungen gedruckter Prospekte Teil der aktuellen Marktdynamik. Knapp ein Drittel der Verbraucher:innen hat bereits erlebt, dass ein zuvor eingestellter Prospekt wieder verteilt wurde. 63 Prozent unter ihnen bewerten die Wiedereinführung positiv und für rund die Hälfte (47 Prozent) hat sich die Möglichkeit, gute Angebote zu finden, dadurch verbessert.

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