Checkliste

So gelingt der Website-Relaunch

Dirk Cosmar, Director Technology von Queo

Dirk Cosmar, Director Technology von Queo, hat einige Tipps zusammengestellt, damit das Projekt "Relaunch" ein voller Erfolg wird.

Motive und Ziele des Website-Relaunch müssen vorab klar definiert werden
Jede Website hat einen spezifischen Zweck, der auf ein definiertes Unternehmensziel einzahlt. Sales - also beispielsweise der Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten - könnte ein solch konkreter Zweck sein, der zu einer übergeordneten Zielsetzung beiträgt. Entscheidend für das Gelingen des Projekts sind vor allem die Motive für den Relaunch und die damit verbundenen Ziele. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen und das Budget schließen daran nahtlos an. Die entscheidenden, zentralen Fragen bei einem Website-Relaunch lauten also: Welches Ziel verfolge ich mit dem Relaunch und was bin ich bereit, dafür zu investieren?

Workshops helfen den Projektablauf zu koordinieren
Für einen reibungslosen Projektablauf sind das Wissen und das Verständnis über alle Anforderungen, die ein Relaunch mit sich bringt, unerlässlich. Zu Beginn eines Webprojekts sollten daher Konzeptions-Workshops mit allen wichtigen Beteiligten, auch aus den unterschiedlichen Abteilungen des Unternehmens, durchgeführt werden. Dabei können die Informationen zusammengeführt, die Anforderungen definiert und anschließend in einer nachgelagerten Konzeption entsprechend ausformuliert werden. Betrachtet und analysiert man Ziele, Wettbewerber, Zielgruppe und deren Nutzungsszenarien, entstehen oft kreative und sinnvolle Ideen, die zunächst mit dem festgelegten Budget- oder Zeitrahmen nicht umsetzbar sind. Hier ist von Beginn an eine konsequente Priorisierung nach Aufwand und zu erwartendem Nutzen zu empfehlen.

Transparenz während des Relaunchs ist essenziell
Die spezifischen Anforderungen an den Relaunch können sehr gut mit Hilfe von Lastenheften beschrieben und transparent aufgezeigt werden. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Der Auftraggeber verfasst diese selbst oder er bittet den Dienstleister, sie im Rahmen der Konzeption zu erstellen. Anschließend wird, basierend auf den Lastenheften, in den Pflichtenheften beschrieben, wie die Anforderungen abgegrenzt und technisch gelöst werden. Dabei ist der Auftraggeber mit Feedbackschleifen stark in den Prozess eingebunden. Klassische konzeptionelle Überlegungen zur Informationsarchitektur oder zum Navigationskonzept sowie der Definition und Ausgestaltung redaktioneller Content-Elemente müssen folgen.

Eine detaillierte Zielgruppenanalyse ist der Grundbaustein eines Relaunchs
Entscheidend für den Erfolg des Website-Relaunch ist die intensive Auseinandersetzung mit den Zielgruppen. Welche Bedürfnisse haben sie? Wie sehen ihre Nutzungsszenarien aus? Welche Sprache sprechen sie und welche Funktionalitäten erwarten sie? Ein wichtiger Ratgeber können Personen im Unternehmen sein, die viel über diese Zielgruppen wissen. Diese Mitarbeiter sollten aktiv in den Relaunch-Prozess mit einbezogen werden sowie an den Workshops teilnehmen. Eine weitere Möglichkeit ist eine direkte Befragung in der Zielgruppe selbst, die sowohl Anmerkungen zur bisherigen Seite sowie Wünsche und Vorstellungen für eine neue Seite ermittelt. Mithilfe der Persona-Methode lassen sich die Nutzergruppen dann detailliert beschreiben. Anhand von demographischen, persönlichen und beruflichen Merkmalen wird ein typischer Repräsentant einer Zielgruppe erlebbar gemacht. In diesem Zusammenhang hilft es, sich die gesamte Customer Journey der Zielgruppen anzuschauen: Sie hilft, einzuordnen, wann der Kunde auf die Website gelangt, was er dort sucht und wie lange er sich dort aufhält.

Nächste Seite

1
2