SEO

Googles Algorithmus – ein Mysterium?

Wer im Google-Ranking aufsteigen will, sollte nicht mehr auf unzulässige Tricks setzen. Denn seit Panda und Penguin zählt nur eines: guter Content.

Fragen Sie sich auch ab und an, warum Ihr Mitbewerber es immer wieder höher ins Ranking von Google schafft als Sie? Die Antwort darauf kennen nur die Suchmaschinen-Anbieter selbst, die die Algorithmen für ihre Suche programmieren. Die halten die Anbieter wiederum geheim, um Spam zu vermeiden. So macht es auch die in Deutschland mit einem Marktanteil von rund 94 Prozent (Seo-united.de, Stand: März 2016) am häufigsten genutzte Suchmaschine Google, auf die sich SEO-Spezialisten in der Regel konzentrieren. Was Google als Spam betrachtet, ist im Grunde das, was sich einige schwarze Schafe – die so genannten Black Hat SEOs – zum Ziel gesetzt haben. Mario Janschitz, Interim-Manager mit Schwerpunkt auf Online-Vermarktung Nämlich mittels unzulässiger Techniken entgegen der Google Webmaster-Richtlinien im Ranking aufzusteigen. Zu diesen unlauteren Spam-Methoden zählte es vor einigen Jahren unter anderem noch zur gängigen Praxis, mithilfe von Linkfarmen die Linkpopulariät zu erhöhen und damit das Ranking einer Website zu manipulieren. Doch mit solchen Tricks kommt man heute nicht mehr weit. Viel relevanter ist es gegenwärtig, guten Content zu erstellen. Die wichtigsten hierfür verantwortlichen Updates sind das Panda-Update von 2011 und Penguin von 2012. „Beide Updates haben SEO grundlegend verändert und das Google-Mysterium im Grunde aufgelöst. Denn seither ist klar: Wenn der Text für den Leser relevant ist, hat man als Seitenbetreiber prinzipiell gewonnen“, sagt Mario Janschitz, Interim-Manager mit Schwerpunkt auf Online-Vermarktung. Bei Panda war es Googles Ziel, die Suchergebnisse für die User zu optimieren. Websites werden seitdem aufgrund ihrer Qualität gemessen. Welche Faktoren Google zur Messung der Qualität anwendet, gibt der Suchmaschinenriese jedoch nicht preis. Beruhend auf Erfahrungswerten lassen sich laut Janschitz und Simon Loebel, Chief Director der UDG United Digital Group, jedoch einige Faktoren entschlüsseln:

➊ On-Page-Faktoren wie Art des Contents (Text, Foto, Video), benutzte Wörter und Komplexität des Textes, sowie ein ausgewogenes Verhältnis von Anzeigen und Text. Ob Google auf Stil- und Rechtschreibfehler achtet, ist strittig. Während Janschitz davon ausgeht, dass Googles Sprachanalyse diese erkennt, meint SEO-Berater Oliver Kuerrer, dass es Google egal ist beziehungsweise es im Moment gar nicht bewerten kann, ob die Texte zu 100 Prozent grammatikalisch korrekt oder literarisch hochwertig sind.

➋ Off-Page-Faktoren wie die Verweise (externe Verlinkungen) auf die Seite. Je qualitativer die Backlinks (eingehende Links) sind, desto besser. Weiterhin sollten alle Elemente wie Boxen, Listen oder Navigationen nach HTML5-Standard definiert sein. Die strukturierte Darstellung einer Website beziehungsweise die semantische Auszeichnung ist extrem wichtig, damit Google Daten und Informationen richtig einordnen kann. „Es ist natürlich wichtig, dass Seiten strukturell optimal aufbereitet sind. Dennoch gilt meines Erachtens, dass der Text selbst heute wichtiger ist als eine überoptimierte HTML-Struktur der Seite. Auch wenn die Seite nicht optimal implementiert wurde: Verweilen User lange auf der Seite, und ist sie gut mit relevanten Seiten verlinkt, schließt Google daraus, dass die Seite Relevanz haben muss“, sagt Janschitz.

➌ Die User-Experience, die Google anhand des messbaren Nutzerverhaltens mit der Absprungrate (Bounce Rate) und der Aufenthaltsdauer auf der Webseite beurteilen kann. Daher ist jedem Publisher geraten, auch den Content zu liefern, mit dem er in den Suchergebnissen wirbt. Sucht ein User nach Autos, darf er nicht auf einer Versicherungsseite landen.

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