Kampagne

Echo of Help

K12429

Hintergrund/Aufgabe

Häusliche Gewalt findet hinter verschlossenen Türen statt und kennt weder Herkunft noch sozia­len Stand. Häusliche Gewalt passiert meistens Frauen. Häusliche Gewalt passiert, wenn sonst ­niemand da ist, der helfen könnte. Laut Bundeskriminalamt wird ­jeden dritten Tag in Deutschland eine Frau durch Gewalt ihres ­Partners oder Ex-Partners getötet.

Lösung/Umsetzung

UN Women Nationales Komitee Deutschland entwickelte nun­ ­gemeinsam mit Grey Düsseldorf einen Sprachassistenten, der den betroffenen Frauen helfen soll. Der Prototyp basiert auf der Technik von Amazons Sprach­assistenten „Alexa“, der eigentlich „Echo“ heißt. Allerdings besteht beim handelsüblichen „Echo“ das Problem, dass der zwar permanent zuhört, aber nur reagiert, wenn ein bestimmtes Aktivierungswort fällt. Der „Echo of Help“ baut auf Bauteilen auf, die Amazon anderen Unternehmen zur Verfügung stellt, damit diese die „Echo“-Technologie in ihre Produkte integrieren können. Beim „Echo of Help“ bedeutet das, dass er natürlich wie jede „Alexa“ funktioniert, darüber hinaus aber in Gewaltsituationen über ein persönliches Codewort einen stillen Alarm an vordefinierte Kontakte sendet. Der „Echo of Help“ soll für Amazon ein Anstoß sein, diese Funktion in die Standard-„Alexa“ zu integrieren. Denn das UN Woman Nationales Komitee Deutschland hat mit dieser Aktion weit mehr im Sinn, als nur einen Anstoß zu einer technischen Weiterentwicklung zu geben. Vielmehr will die Organisation unter dem Hashtag #EchoOfHelp eine öffentliche Debatte starten, die das Thema häusliche Gewalt aus der Tabuzone holt.

Ergebnis

Zitat: „Mit ,Echo of Help‘ kann Amazon ein Zeichen setzen und vorbildhaft gesellschaftliche Verantwortung im Kampf gegen eine der schlimmsten Menschenrechtsver- letzungen unserer Zeit übernehmen.“ (Karin Nordmeyer. Vorsitzende Deutsches UN Women Komitee)

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Funktionsgrafik
Video „Echo of Help"
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