iCONSMr

Neukunden gewinnen mit Facebook

Targeting: Um neue Kunden zu gewinnen, sollten Unternehmen auf statistische Zwillinge setzen

Das Smartphone steht heutzutage an erster Stelle, wenn es darum geht, sich Inspiration zu holen oder sich auf Produktsuche zu begeben: 72 Prozent nutzen Mobile als erste Informationsquelle dafür, 48 Prozent gehen zuerst an den Desktop und nur 27 Prozent in den Store (Quelle: SessionM, Consumer Survey, Released May 2016). Für Werbetreibende bedeute das, dass der Kunde heute mobil am besten zu erreichen ist.

Facebook bietet dafür verschiedene Targeting-Möglichkeiten, über die Client Solutions Manager Denise Mühle am Mittwoch auf der Defacto-Veranstaltung iCONSMr in Hamburg einen kleinen Überblick gab. Facebook könne demnach Kunden segmentiert ansprechen und sie in bestimmte Zielgruppen clustern – was eine genau abgestimmte Personalisierung ermögliche. Neben einerseits der Kernzielgruppe, die sich vor allem aus soziodemografischen Daten speist ("komplexes Targeting mit unübertroffener Genauigkeit"), werden die Facebook-Daten andererseits mit CRM-Daten des Kunden kombiniert und so die Personen der Gruppe „Custom Audiences" basierend auf direkten Daten erreicht. Das Targeting über „Lookalike Audiences" findet zuletzt Personen, die Ähnlichkeiten mit der Zielgruppe aus bestehenden und potenziellen Kunden aufweisen – so genannte statistische Zwillinge. Das können laut Mühle etwa Fans der jeweiligen Facebook-Seite sein (siehe Foto).

Kunden gewinnen mit Lead Ads

Zur Kundengewinnung eignet sich laut Mühle das eigene Werbeformat Lead Ads, das Facebook speziell für Mobile entwickelt hat und das sich somit auch für Instagram eignet. Lead Ads vereinfachen den Registrierungsvorgang auf Mobilgeräten, sodass Unternehmen einfacher die Personen finden können, die sich für ihr Unternehmen interessieren. Wenn jemand auf eine Lead Ad eines Unternehmens klickt, wird ein Formular geöffnet, in dem die Kontaktdaten der jeweiligen Person bereits automatisch auf Basis der auf Facebook geteilten Informationen ausgefüllt sind, zum Beispiel Name und E-Mail-Adresse. Durch das automatische Einfügen der Kontaktdaten, die Personen auf Facebook teilen, bestehe das Ausfüllen des Formulars nur aus zwei Schritten: ein Klick auf die Werbeanzeige zum Öffnen des Formulars und ein zweiter zum Einreichen des automatisch ausgefüllten Formulars. Das Ausfüllen eines Formulars auf Mobile würde schließlich 38,5 Prozent mehr Zeit kosten als das Ausfüllen auf dem Desktop, so Mühle. Von folgenden ausgewählten Erfolgsgeschichten konnte sie berichten.

Cases

Toyota: Für den Launch eines neuen Hybridfahrzeugs kombinierte der japanische Autohersteller Videos zur Markenbekanntheit mit Remarketing, welche er in Form von Lead Ads bewarb. Dadurch konnte er eine große Anzahl an qualifizierten potentiellen Kunden zu reduzierten Kosten pro Lead einfahren. Ergebnis: Mehr als 2.500 Leads in sieben Tagen. 95 prozentige Senkung der Kosten pro Lead für alle digitalen Kanäle, gemessen an Toyota-Vergleichswerten. 59 Prozent der Leads führten zu Testfahrten.

BMW: Der Automobilhersteller konnte mit der Umstellung auf Facebook-Lead Ads seine Kosten pro Lead um 56 Prozent verringern und seine Leads um das 2,8-Fache steigern. BMW wollte herausfinden, welche Ergebnisse Facebook-Lead Ads als skalierbares Werbeanzeigenfomat liefern können. Das Ziel war es, Menschen dazu zu bringen, Anfragen zu Testfahrten zu stellen und Broschüren anzufordern.

Monoqi
Der deutsche Einzelhändler für Design-Produkte konnte neue Mitglieder in ganz Europa gewinnen und seinen ROI um die Hälfte steigern. Ergebnis: 56 Prozent Wachstum bei neuen Mitgliedern, 63 Prozent g​eringere Kosten pro gewonnenen Kunden mit Lead Ads, und 49 Prozent h​öherer Return on Investment für Werbung.

Hessnatur
Mit Karussell-Anzeigen hat Hessnatur die Produktvielfalt im Online-Shop dargestellt und Interesse wecken wollen. Durch die unterschiedlichen Targeting-Optionen nach Interessen und Umfeld sowie mit Lookalike Audiences konnten neue Zielgruppen erreicht werden. Retargeting dient zusätzlich als Tool, um Interessenten neu anzusprechen und in Kunden zu wandeln. Ergebnis: ​87 Prozent U​msatzsteigerung, 63 Prozent m​ehr Neukunden.

Auf dem Kongress iCONSMr von Defacto drehte sich am 28. und 29. März alles um das Thema Consumer Centricity. ONEtoONE zeigt in der kommenden Ausgabe einen Fotorückblick des Events. (vj)