Zustellung

Hermes führt erstmals Mengenobergrenze ein

Aufgrund des steigenden Paketaufkommens in der Weihnachtszeit empfiehlt Hermes seinen Kunden, Sendungen bis Mitte Dezember aufzugeben

„Wir erwarten ein Weihnachtsgeschäft, das die gesamte deutsche Logistikbranche vor eine Kraftprobe stellen wird. Um eine flächendeckende Versorgung trotzdem sicherzustellen, werden wir in Absprache mit einzelnen Onlinehändlern erstmals regionale Mengenobergrenzen einführen. Der Transport von Privatpaketen bleibt davon unberührt“, sagt Dirk Rahn, Geschäftsführer Operations von Hermes Germany. Rahn begründet dies mit der deutlichen Zunahme der Paketmenge in den vergangenen Monaten, die Folge des florierenden Onlinehandels sei. Bereits seit dem Sommer seien so viele Sendungen transportiert worden, wie zuletzt im Weihnachtsgeschäft 2016. Für das Weihnachtsgeschäft 2017 werde daher ein Anstieg um 15 bis 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Um künftigen Kapazitätsengpässen entgegenzusteuern, erhöht Hermes seine Transportkapazität bis Mitte Januar 2018. Im Rahmen dessen soll der Fuhrpark um rund 3.500 Fahrzeuge, vorwiegend für die Zustellung, erweitert und insgesamt bis zu 6.000 neue Voll- und Teilzeitmitarbeiter eingestellt werden. Noch im November gehen zudem zwei neue Logistik-Center, in Mainz und in Ketzin bei Berlin, an den Start. Die beiden Standorte können laut Hermes jeweils bis zu 25.000 Sendungen pro Stunde verarbeiten. Mitte November beginnt zusätzlich der Bau eines neuen Verteilerzentrums in Hamburg.

Aufgrund des in diesem Jahr erwarteten besonders hohen Paketaufkommens empfiehlt Hermes private Weihnachtspakete möglichst bis Mitte Dezember zu verschicken. So würden auch möglicherweise auftretende wetterbedingte Verzögerungen oder lokale Kapazitätsengpässe kein Hindernis für eine pünktliche Zustellung darstellen. Als Annahmeschluss für private Weihnachtspakete nennt das Unternehmen den 20. Dezember (12 Uhr). Nach Ablauf dieser Frist könne ein Zustellversuch vor Weihnachten nicht mehr garantiert werden. (pk)