Produktdaten

In fünf Schritten zu mehr Sichtbarkeit im E-Commerce

Es reicht nicht, einen Datenfeed zu erstellen, der sich nach den Mindestanforderungen des Kanals z.B. bei Google, Facebook oder Amazon richtet. Zwar wird der Feed dann in den Kanal aufgenommen – aber wie es um die Sichtbarkeit bestellt ist, ist eine andere Frage. Marcel Hollerbach, CMO von Productsup verrät fünf fortgeschrittene Tipps, wie Shopanbieter über die Basics der Produktdatenoptimierung hinausgehen können.

Tipp 1: Testen, testen, testen

A/B-Tests sind nicht nur in der Website-Erstellung ein ideales Mittel, um herauszufinden, ob und wie Projekte funktionieren sollen. Sie lassen sich auch in der Produktdatenoptimierung anwenden. So können Shopbetreiber herausfinden, welche Überschriften auf welchem Kanal besser funktionieren, ob ein anderes Produktbild als Hauptbild nützlich ist oder ob zusätzliche Informationen das Produkt weiter in den Rankings der Kanäle nach oben pushen.

Tipp 2: Bilder, die noch mehr sagen als tausend Worte

Eine Produktüberschrift alleine ist kein Garant dafür, dass ein Produkt auch gekauft wird. Der User möchte Bilder sehen und dadurch emotional abgeholt werden. Allerdings ist Bild nicht gleich Bild. Produkte müssen gekonnt in Szene gesetzt und mit relevanten und nützlichen Informationen angereichert werden. Besonders Facebook bietet hier viele Möglichkeiten für Werbungtreibende: Auf die Bilder können zusätzliche Hinweise – wie zum Beispiel Marke, Sonderaktionen oder Kundenbewertungen – hinzugefügt werden. So lässt sich die passende Botschaften beim User ideal platzieren und fördert den Call-to-Action.

Tipp 3: Bewegtbild hebt Produktdaten auf das nächste Level

Bewegtbild ist das Trendthema für Online Retailer: Videos wecken beim Zuschauer Aufmerksamkeit und rufen Emotionen bei ihm ab. Aber auch andere Branchen, wie z.B. Reiseanbieter profitieren immer mehr von Bewegtbild. Zum Beispiel: ein Pärchen liegt bei Sonnenuntergang unter Palmen und das Rauschen der Brandung, das Überschlagen der Wellen ist zu beobachten und zu hören, anstatt nur ein Foto eines schönen Sandstrandes. Da bekommt man doch sofort Fernweh und versetzt den Zuschauer viel schneller in ein Urlaubs-Feeling. E-Commerce Shops sollten sich davon eine Scheibe abschneiden und vermehrt auf dynamische Video-Ads setzen. Für diese lassen sich Produktattribute dynamisch in ein vorgefertigtes und personalisiertes Video-Template einfügen. Auf Basis der Daten im Produktkatalog werden diese Videos automatisch aktualisiert (sollte sich zum Beispiel der Preis des Produkts ändern).

Tipp 4: Fehlende Keywords identifizieren – für mehr Sichtbarkeit

Wie finden Nutzer meine Produkte und wonach haben sie eigentlich gesucht?, eine Dauerfrage für Onlineshop-Besitzer. Diese lässt sich jedoch über Tracking schnell und effizient beantworten. Äußerst wichtig ist es für Shopbetreiber herausfinden, wie ihre Produkte stärker sichtbar werden können: Bieten sie eine „Kapuzenjacke“ an, sollte das Keyword „Hoodie“ auch in dem Produkttitel verwendet werden, genauso kann zu„Sportschuh“ auch „Sneaker“ in der Beschreibung auftauchen. Die Nutzung zahlreicher Keywords in dem Shopping Feed bietet auch ideale Möglichkeiten, neue Märkte zu erschließen. Zum Beispiel kann man einen Mont Blanc Stift nicht nur als Schreibware verschlagworten, sondern auch als Firmengeschenk - und so komplett neue Zielgruppen erreichen.

Tipp 5: Je mehr Daten, desto besser die Anzeige

Durch die Nutzung verschiedener Datenquellen lässt sich der Produktfeed mit zusätzlichen Informationen anreichern. Je mehr Informationen über das Produkt (z.B. Größe, Farbe, etc.) in den Feed importiert werden können, desto besser können diese dazu genutzt werden, die richtige Anzeige an den richtigen Nutzer auszuspielen.

Es soll aber nicht nur um Produktattribute gehen, sondern auch um Kunden-Bewertungen, lokale Wetterdaten und Tracking-Daten, die z.B. von Datenquellen wie Google Analytics oder Doubel Click importiert werden. Auf Basis der Performance der Produkte können Marketer Entscheidungen bezüglich der Produktdaten-Feeds treffen und somit den ROI optimieren. Schlecht performende Produkte werden dann z.B. nicht mehr an eine Suchmaschine zu exportiert.

Der Autor Marcel Hollerbach ist CMO von Productsup, einem Lösungsanbieter für das Produktdatenmanagement.