Sinner Schrader gewinnt Steinbrück als Next-Referenten

© Peer Steinbrück

Steinbrück werde seine Einschätzung zu Chancen und Risiken der digitalen Wirtschaft in Deutschland abgeben, so Sinner Schrader. „Die Digitalisierung verändert unsere Wirtschaft. Längst lässt sich die klassische Industrie nicht mehr vom digitalen Wandel trennen“, sagte der SPD-Politiker im Vorfeld der Veranstaltung. Traditionelle Wertschöpfungsketten seien ohne den strategischen Einsatz von IT-Lösungen nicht mehr wettbewerbsfähig. „Für deutsche Unternehmen liegt darin ein enormes Wachstumspotenzial. Sie werden aber nur erfolgreich sein können, wenn sie sich auf eine gute Infrastruktur und auf genügend Fachkräfte verlassen können.”

Zu vermuten ist, dass Steinbrück auf der Next jedoch nicht umhin kommen wird, sich für das Verhalten seiner Partei bei der Verabschiedung des Leistungsschutzrechts gegenüber der Branche zu rechtfertigen. Die Sozialdemokraten hatten das Gesetz vor Kurzem entgegen ihrer Ankündigung im Bundesrat nicht blockiert – offenbar kam die dafür nötige Mehrheit nicht zustande. Gegenüber der „Zeit“ sagte Steinbrück in der vergangenen Woche, dass im Ausschuss nur eine Verzögerung, nicht aber ein Stop des Gesetzes möglich gewesen sei. „Dann ist es doch vernünftig, nicht weiter auf der Grundlage eines Gesetzentwurfes zu debattieren, den man ablehnt“, so Steinbrück weiter gegenüber der Wochenzeitung.

Die Next findet am 23. und 24. April im neuen Veranstaltungsort BCC am Alexanderplatz unter dem Motto „Here be dragons“ statt. Auf drei Bühnen werden laut Veranstaltern mehr als hundert Sprecher aus dem In- und Ausland zu Wort kommen. Zu den Referenten gehören außer Peer Steinbrück, Harper Reed (verantwortlich für den digitalen Teil von Obamas Wiederwahlkampagne), der Technologie-Blogger Robert Scoble, Science-Fiction-Autor Bruce Sterling und Stephen Wolfram, Erfinder der Suchmaschine Wolfram Alpha. (re)