Wie Video Analytics zur Erfolgssteigerung beitragen können

Dass datengetriebene Entscheidungen Geschäftsabläufe und-ergebnisse verbessern, bezweifelt heutzutage kaum noch jemand. Dies trifft besonders auch auf Medienunternehmen zu, die dadurch einen viel gründlicheren Einblick erhalten, wo, wann, wie und sogar warum Menschen das ansehen, was sie ansehen. Die Frage, die sich allen stellt, die versuchen, mit Videos Geld zu verdienen, lautet: Wie können die verfügbaren Daten zum Sehverhalten und die Erkenntnisse zur Monetarisierung eingesetzt werden, um Umsätze zu steigern und Kosten zu senken?

Folgende fünf Einsatzmöglichkeiten von Video Analytics können zur Verbesserung des Geschäftserfolges beitragen:

Analytics für die Content-Strategie:
Dieser Punkt klingt banal, ist jedoch essenziell: Anbieter von Bewegtbild-Inhalten sollten keine Videos mehr produzieren oder erwerben, die den Zuschauer nicht interessieren und die somit auch keinen Umsatz generieren. Informationen zur Anzahl der Views pro Video und zu Abbrüchen der Betrachtung können Einfluss auf Verhandlungen über Nutzungsrechte von Content und auf Produktionen haben. So kann beispielsweise berücksichtigt werden, wie lang ein Video sein sollte oder welche Schauspieler oder welche Moderatoren mitwirken sollten. Die technisch versiertesten Medienunternehmen beginnen sogar, den ROI auf der Basis einzelner Videos zu berechnen.

Analytics, um neue Betrachter zu gewinnen und an sich zu binden:
Neue Zuschauer zu gewinnen wird zunehmend schwieriger, da es immer mehr alternative Unterhaltungsangebote gibt. Hat man diese Zuschauer erst einmal gefunden, gilt es sie auch zu halten. Die Zuschauer zum sogenanntes Binge Watching und zur wiederholten Inanspruchnahme der eigenen Services zu animieren, macht sie zu treuen – und profitablen – Konsumenten von Inhalten. Intelligente Videounternehmen beobachten die Auswirkungen all ihrer Akquise-Strategien und passen das Layout von Website und App entsprechend an, damit ihr Content häufiger angesehen wird. Die ausgereiftesten Videounternehmen liefern persönliche Empfehlungen, damit die Zuschauer ihre Videos länger und gerne betrachten.

Analytics für höhere Werbeumsätze:
Kluge Audio- und Video-on-Demand (AVOD)-Unternehmen passen häufig ihre Ad Loads, die Formate der Werbespots, das Ad Pricing und Ad Packaging an, basierend auf den Einsichten der Video Analytics. So können sie die Verfügbarkeit des Inventars und die Füllraten hoch halten sowie TKPs klug berechnen, um die Umsätze generiert aus den bestehenden Betrachterzahlen zu maximieren. Die ausgefeiltesten Lösungen setzen dies in Echtzeit um. So können das Potenzial von Programmatic ausgeschöpft und gleichzeitig traditionelle E/A sowie Sponsoring-Kampagnen unterstützt werden.

Analytics für die technische Strategie und die operative Effizienz:
Auch schnell wachsende Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Ausgaben für Technologie und Personalbestand klug angelegt sind. Analytics hilft zu verstehen, welche Geräte und Plattformen sinnvolle Investitionen sind und ob sich regelmäßige Aufgaben wie die Eingabe von Metadaten auszahlen. Analytics kann auch helfen, um auf Ausschläge nach oben oder unten bei den Betrachterzahlen vorbereitet zu sein, so dass technische und personelle Ressourcen entsprechend geplant werden können.

Verbinden unterschiedlicher Analytics-Quellen:
Zu guter Letzt vergleichen kluge Unternehmen konstant die Ergebnisse ihre Video-Analytics-Lösungen mit anderen Analytics-Quellen, wie Social Analytics, Page Views, App Downloads, Nielsen, comScore, et cetera.. So können Unternehmen Einsichten über die Verbindungen ihrer unterschiedlichen Online-Aktivitäten gewinnen. Das Verbinden unterschiedlicher Quellen deckt auch Gebiete mit Ungenauigkeiten auf und liefert detaillierte 360-Grad-Profile zur Betrachtung für Werbe- und Syndizierungs-Partner.

Sollten Unternehmen noch nicht alle fünf Einsatzmöglichkeiten ausschöpfen, bietet es sich an, eine Checkliste dazu anzulegen. So können sie sicherstellen, dass sie das meiste aus den verfügbaren Einsichten herausholen. Schließlich werden sich auf lange Sicht die Anbieter von Bewegtbild-Inhalten durchsetzen, die ihre Zuschauer am besten kennen und wissen, wie sie ihnen das geben, was sie wollen.

Autorin Sarah Kiefer ist Head of Marketing EMEA bei Ooyala.