360-Grad-Service

Verlage wollen Komplett-Dienstleister für Werbekunden werden

Bei der Neuausrichtung sind die Integration von Print und Digital in Redaktion, Lesermarkt und Werbemarkt und die Entwicklung hin zum Komplett-Dienstleister für Werbekunden die wichtigsten Punkte auf der Agenda.

Die Studie identifiziert drei TOP-Trends:

  • Verlage verändern ihre Strukturen anhand klar ausgerichteter Organisationsparadigmen.
  • Die Bezahlangebote (Paid Content) werden weiter optimiert.
  • Die Verlage werden zum Komplett-Dienstleister für die B2B-Zielgruppe (360°-Vermarktung).

„Nach Jahren der Diversifikation in neue Geschäftsfelder widmen die Zeitungshäuser sich nun den eigenen Strukturen und hier insbesondere der Integration von Print und Digital. Das gilt für Redaktion, Lesermarkt und Werbemarkt gleichermaßen“, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. Dabei arbeite die überwiegende Mehrheit der Unternehmen mit integrierten Modellen, nur wenige Verlage setzten auf eine Trennung der Bereiche Print und Digital. Auffällig sei ferner, dass je etwa ein Drittel der befragen Unternehmen angebe, „digitale Spezialisten“ in der Redaktion und für den Werbemarkt zu beschäftigen.

Der Umbau ist Chefsache und vordringliche Aufgabe

Für den Großteil ist das Innovationsmanagement Kernaufgabe und Chefsache zugleich. 75 Prozent siedeln das Management von Strategien und Innovationen als Stabsaufgabe bei der Geschäftsführung an. 44 Prozent bewerteten Kooperationen mit Startups als wichtiges Thema. Mehr als die Hälfte der befragten Verlage (55 Prozent) gaben an, verstärkt auf Diversity-Management zu setzen. Zugleich sehen fast alle ( 94 Prozent) eine große Herausforderung im Kampf um Talente, da auf dem Arbeitsmarkt insbesondere für Mitarbeiter mit umfassenden die digitalen Kompetenzen Mangel herrsche.

Zielrichtung ist Komplett-Dienstleister für Werbekunden

Die Verlage schätzen die Entwicklung des Werbemarkts 2018 positiver als im zurückliegenden Jahr ein. Dies liege auch in der wachsenden Bedeutung des B2B-Marketings begründet.

An der Studie „Trends der Zeitungsbranche 2018“ haben 94 Verleger und Geschäftsführer teilgenommen. Sie repräsentieren nach Verlagen mehr als ein Drittel der Branche (38 Prozent), nach Auflage über die Hälfte (54 Prozent).