Influencer-Marketing

Studie zeigt, wo Marken mit Influencer-Marketing wirklich punkten können

BiFi hat es gezeigt, wie man mit schlechtem Influencer-Marketing Marken der Lächerlichkeit preis geben kann

Für Marketing-Aktionen greifen Entscheider mitunter tief in die Tasche. Auch die Zusammenarbeit mit den Meinungsmachern ist nicht umsonst und die Ausgaben für einzelne Kooperationen gehen stark in die Breite. Entgegen der allgemeinen Annahme ist für mehr als 60 Prozent der Influencer eine Entlohnung nicht ausschlaggebend, ob eine gemeinsame Kampagne interessant für sie ist. So eine Studie von Likeyaa. Rund 85 Prozent der Befragten bevorzugen sogar eine kostenfreie Nutzung des Produkts, Giveaways (61 Prozent) oder eine salesbasierte Provision. Damit öffnen sich für Marken deutlich mehr Spielräume, um Influencer Kampagnen langfristig auszubauen.

Beim ersten Kaffee, auf dem Weg ins Büro oder als Zeitvertreib in der Pause: Das Scrollen in den Threads auf den gängigen Social Media Kanälen gehört für fast jeden Nutzer mittlerweile zur Routine. Die Motive dafür sind sehr unterschiedlich und reichen vom bloßen Teilen der neusten Urlaubsbilder bis zur gezielten Suche nach Informationen. Allerdings zeichnet sich ein deutlicher Nutzungswandel ab: Legte Social Media Urgestein Facebook zwar ein Rekordwachstum hin, verliert der Kanal zunehmend an Relevanz, insbesondere bei den jüngeren Altersgruppen. Denn rund 80 Prozent der befragten Follower lernen regelmäßig neue Marken und Produkte über Instagram kennen. Marken, die dort vertreten sind, vermitteln ein attraktiveres Bild nach außen, im Vergleich zu denen, die es bislang nicht sind. So empfinden 54 Prozent der Befragten. Allerdings ist sich die Mehrheit hier einig, dass sie eher anderen Menschen folgen als reinen Markenprofilen. Im Schnitt suchen 24 Prozent der Follower gezielt nach Marken auf Instagram.

Im Schnitt haben die befragten Influencer durchschnittlich 50.000 Follower auf ihren Kanälen und zählen damit nach allgemeiner Auffassung zu den sozialen Meinungsführern. Für einen Großteil der Follower (rund 67 Prozent) ist die Größe der Anhängerschaft allerdings nicht ausschlaggebend. Mehr als 80 Prozent von ihnen folgen eher den sogenannten Micro-Influencern als Accounts mit großer Bekanntheit. Kleinere Accounts haben in der Regel eine engere Bindung zu ihrer Community und werden sehr so viel eher als authentische Experten beziehungsweise Ansprechpartner wahrgenommen. Daher lohnt sich insbesondere für Nischen-Brands eine Kooperation mit Micro-Influencern.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Vertrauen, dessen sich das Influencer Marketing bedient. Influencer Reviews (circa 70 Prozent) sind der beliebteste Weg, um sich über bestimmte Produkte oder Marken zu informieren. Knapp dahinter liegt die Suche über Google (67 Prozent). Direkt über die Marke informieren sich knapp 53 Prozent. "Heute lässt sich jeder fünfte Online-Kunde über digitale Empfehlungen wie Freundschaftswerbung und Mundpropaganda gewinnen. Vertrauen ist der Schlüssel, mit dem gezielt Kaufimpulse gesetzt werden können", erklärt Jens Rode, CEO von Tellja, dem Fullservice-Anbieter für digitales Empfehlungsmarketing. "Doch nur durch reine Zufriedenheit kann eine langlebige Kundenbindung und damit ein exponentielles Wachstum und Markenbekanntheit nicht mehr generiert werden." Vielmehr muss sichergestellt werden, dass die Follower auch wirklich der festen Überzeugung sind, dass die Markenwerte mit der öffentlichen Darstellung des Influencers Hand in Hand gehen. Ansonsten verlieren potentielle Kunden nicht nur das Vertrauen in den Meinungsführer, sondern auch die Marke ihre Glaubwürdigkeit.