Gastbeitrag: Gastbeitrag von Martin Wanitschke, T-Systems

Piep, piep, piep – ich hab Dein Unternehmen lieb

Twitter hat den Mainstream erreicht: Immer häufiger berichten auch Tagesmedien über die kleinen, schnell erstellten Kurznachrichten, mit denen sich immer mehr Internetnutzer gegenseitig auf dem Laufenden halten. Auch Unternehmen bietet Twitter zahlreiche Vorteile – sofern es gelingt, die dort mitunter herrschende Skepsis zu überwinden.

Der klassische Einwand: Twitter-Feeds sind Ansammlungen belangloser Nachrichten ohne Relevanz für das eigene Unternehmen. Argumente wie diese können einer näheren Betrachtung jedoch nicht standhalten: Wer über ein Unternehmen twittert, beschäftigt sich intensiv mit diesem, ist im positiven Fall vielleicht sogar ein echter Fan. Dieses Potenzial sollten Firmen nutzen und den zahlreichen erfolgreichen Beispielen dafür folgen. So hat beispielsweise ein französischer Automobilhersteller eine Handvoll twitternder Markenfans das neuste Modell des Konzerns testen lassen. Das Resultat: wertvolle Kritik und positives Feedback. Am wichtigsten war aber die authentische Begeisterung, aus der Masse der Internetuser als „Botschafter“ für eine persönlich favorisierte Marke ausgewählt worden zu sein. Preiswerter sind Multiplikatoren nirgendwo zu bekommen.

Der Einstieg ins Twitter-Leben ist für Unternehmen oft sogar noch viel einfacher: In den meisten Fällen reicht es schon aus, überhaupt erst einmal den Tweets zu lauschen, um wertvolle Anregungen für das eigene Geschäft zu bekommen. Viele, die bei search.twitter.com den eigenen Firmennamen eingeben, sind überrascht wie viel dort schon über sie zu lesen ist. Von schlecht sitzenden Hosen über komplizierte Installationen, unverständliche Bedienungsanleitungen bis hin zu unfreundlichen Servicemitarbeitern sind dort allerhand Informationen zu finden, die in Produktentwicklung und Service Eingang finden sollten. Neu ist dieser Gedanke nicht, und er gilt natürlich auch für Foren, Blogs und Communities allgemein. Bei Twitter allerdings tauschen sich die Nutzer auch über Produkte und Dienstleistungen aus, die in den üblichen Kanälen kein Gesprächsthema sind. Viele Themen würden als Blog-Eintrag einfach nicht „funktionieren“ – bei Twitter sieht das ganz anders aus.