Logistik-Studie

Zuverlässigkeit ist wichtiger als Kostenfrage

Die Studie bestätigt DHL mit weitem Abstand und 80 Prozent als meistgenutzten Versanddienstleister unter den Online-Händlern. Die Konzernschwester Deutsche Post liegt auf Platz zwei mit 42 Prozent. DPD kommt mit 28 Prozent noch vor Hermes mit 17 Prozent auf Platz drei. Der Blick auf die Logistik-Studie des Jahres 2016 rückt die aktuellen Ergebnisse in ein besonders Licht: Seither konnte die DHL ihren Anteil um 20 Prozentpunkte steigern. Noch deutlicher ist der Anstieg bei der Deutschen Post, der sich auf 32 Prozent beläuft. Großer Verlierer ist hingegen Hermes mit einem Minus von 12 Prozent.

Große Bestellmengen selbst bei Einzelunternehmern

Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) lassen ihre Pakete von den Dienstleistern mindestens einmal täglich abholen. Bei fünf Prozent der Händler ist es sogar häufiger - kein Wunder bei diesen Sendungsmengen. Knapp jeder vierte Händler (22 Prozent) versendet täglich mehr als 100 Pakete. Diese Mengen sind beachtlich, da 78 Prozent der Teilnehmer weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen. Mittlerweile lassen sich 61 Prozent von Versandschnittstellen bzw. Shipping-Service-Providern unterstützen, um mehrere Versanddienstleister gleichzeitig an ihren Shop anzubinden.

Zuverlässigkeit wichtiger als Kostenfrage

Wie bereits die Logistik-Studie 2016 zeigte, ist Zuverlässigkeit das wichtigste Auswahlkriterium für einen Versanddienstleister (80 Prozent, 2016: 90 Prozent). Die Sendungsverfolgung sowie kurze Lieferzeiten halten 70 bzw. 69 Prozent für sehr wichtig. Überraschend: Weniger als zwei Drittel (63 Prozent) bewerten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis als sehr wichtig. Die Auswahl unterschiedlicher Zustellvarianten wird von rund 50 Prozent der Teilnehmer als eher unwichtig eingestuft.

Für die Studie wurden 513 Online-Händler befragt, die meist weniger als zehn Angestellte beschäftigen. Ein Drittel der Befragten handeln im Segment Hobby & Freizeit, jeder Fünfte im Bereich Haus & Garten, Elektronik- sowie Mode-Händler sind jeweils mit 15 Prozent vertreten.