Werbewirkung

Fernsehwerbung nervt jeden Zweiten

27 Prozent der 1.043 Befragten sagen von sich, dass sie die Fernsehwerbung aufmerksam oder sogar sehr aufmerksam (9 Prozent) verfolgen. Der Anteil derer, die sich durch Werbung im Internet, also per E-Mail, in sozialen Medien oder auf Webseiten gestört fühlen, liegt allerdings ebenfalls bei 50 Prozent.

Bei der eher klassischen Werbung im Radio (41 Prozent), in Zeitungen und Zeitschriften (18 Prozent) und im Außenbereich (14 Prozent ) ist das Gefühl der Störung dagegen weniger ausgeprägt. Anders als Fernsehwerbung verfolgen lediglich 15 Prozent der Befragten die Internetwerbung aufmerksam. Auch Printwerbung (22 Prozent), Radiowerbung (20Prozent ) und Außenwerbung (20 Prozent) wird weniger Aufmerksamkeit zuteil.

Je näher an der Zielgruppe, umso weniger stört Werbung

Ob eine Fernsehwerbung ankommt, hängt maßgeblich von der beworbenen Produktgruppe ab. Werbespots für Lebensmittel (55 Prozent) und Reisen (57 Prozent) gefallen einem Großteil der männlichen wie weiblichen Teilnehmer. Erwartungsgemäß gefällt Werbung für Kleidung und Schuhe (Frauen: 51 Prozent, Männer: 37 Prozent), Parfüm (Frauen: 46 Prozent, Männer: 39 Prozent) und Kosmetik (Frauen: 50 Prozent, Männer: 33 Prozent) eher weiblichen Befragten. Fernsehwerbung für Autos (Männer: 58 Prozent, Frauen: 45 Prozent) und Smartphones (Männer: 44 Prozent, Frauen: 34 Prozent) sagt hingegen männlichen Befragten eher zu. Die geringsten Zustimmungswerte erfährt mit 22 Prozent Fernsehwerbung für Medikamente.

Mehr als ein Drittel (39 Prozent) der Befragten verwenden beim Surfen im Internet einen Ad-Blocker, um Werbung auf Webseiten zu blockieren. Der Anteil der männlichen Befragten ist dabei mit 45 Prozent höher als der der weiblichen Befragten (39 Prozent). Gleichzeitig ist lediglich knapp eine Fünftel (19 Prozent) der Befragten bereit, für werbefreies Surfen im Internet zu zahlen.

Die Mehrheit der Befragten (52 Prozent) empfindet Onlienwerbung nicht zielgenau entsprechend der Eigenschaften und Bedürfnisse der Empfänger platziert und wertet dies mit schlecht oder sehr schlecht. Für 43 Prozent der Befragten stellt Werbung ein notwendiges Übel dar; 40 Prozent versuchen sogar, Werbung in jedweder Form zu vermeiden. Werbung im Internet klicken 60 Prozent so schnell wie möglich weg.

Weniger als jeder Vierte (23 Prozent) lässt sich gerne durch Werbung zum Kauf inspirieren und für 37 Prozent der Befragten ist Werbung eine gute Informationsquelle für neue und bisher unbekannte Produkte.

Die 1.043 Teilnehmer wurden von Omniquest im Zeitraum vom 09. bis 12. Januar 2018 über ein Onlinepanel befragt.