Kampagne

Wenn Worte weh tun

K12220

Hintergrund/Aufgabe

Laut der James-Studie 2016 (Jugend-, Aktivitäten- und Medien-Erhebung) sind 24 Prozent aller Schweizer Kinder und Jugend­lichen Opfer von Cyber­mobbing: Bei rund einem Fünftel der 12- bis 19-Jährigen ist es schon einmal vorgekommen, dass sie jemand im Internet (z. B. auf Facebook) fertigmachen wollte. 12 Prozent geben an, dass bereits mal Falsches oder Beleidigendes im Internet über sie verbreitet wurde. Für die „Handy-­Generation“ hat sich Cybermobbing also zu einem gravierenden Problem entwickelt, denn Cybermobbing-Attacken ­hinterlassen bei den Opfern ­Traumata, die oft nur schwer zu ­überwinden sind. In einer Lebensphase, in der ­Freunde, Kollegen und Peergroups die ­entscheidenden sozia­len Bezugspunkte bilden, sind die Konsequenzen von Angriffen im Internet und in sozialen Medien ­verheerend: Die permanente Anspannung löst bei Betroffenen Symp­tome wie Schlaflosigkeit, Depression, Isolation und Selbstzweifel aus, die zu Krankheit und im Extremfall zu Suizidalität führen können. Wie fühlt es sich an, Opfer eines Cyber-Mobbing-Angriffs zu werden? Für die Kampagne „Wenn Worte weh tun“ wurde eine Handy-Installation entwickelt, die den Schmerz von sieben echten Mobbing-Opfern nachempfinden lässt. Während ­Passanten ihr Smartphone einfach nur in der Hand halten, treffen bei ihnen reale Chat-Verläufe ein. Je nach Agressions­stufe sendet das Telefon darüberhinaus leichte bis stärkere Stromimpulse an das ­„Opfer“.

Lösung/Umsetzung

In der Printkampagne ­verschmelzen Ursachen und Folgen von Cyber­mobbing: Die schmerz­haften Nachrichten werden als Wunden auf der Haut von Jugendlichen gezeigt. Diese Wunden wurden nicht am Computer kreiert, sondern vom Maskenbildner Marc Hollenstein, der u. a. für die Filmleichen in der Serie „Der Bestatter“ verantwortlich ist, modelliert. Um eine möglichst breite Aufmerksamkeit für das Problem zu bekommen, werden die Maßnahmen von Bannern flankiert.

Ergebnis

Weitere Credits: Planning/Marketingkommunikation: Jacqueline Willimann PR: Julia Fischhaber Maske: Marc Hollenstein Programmierung Mobbing-­Simulator: ­Fantastic ­Machines, Heinz ­Sonderegger Jung von Matt/play: Michael Kindermann, Sandeep Abraham, Marc Schulz (Casefilm) Jung von Matt/services (Produktion)

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Chat
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