Word-of-Mouth Marketing

Wom-Day: Popcorn im Dampfgarer

Rund 100 Teilnehmer waren beim 3. Wom-Day in Hamburg mit dabei

Die Verbrauchererfahrung sei das stärkste Instrument der Mundpropaganda, sagte Buchautor Emanuel Rosen. Er gab in seiner Keynote Tipps, wie Mundpropaganda effektiv in Unternehmen eingesetzt werden kann. So sei es beispielsweise wichtig, mittels einer guten Story Verbraucher zu animieren über ein Produkt zu sprechen. Außerdem müssten Unternehmen den Konsumenten zuhören und umsetzen, was die die Verbraucher sagen.

Wie das Zuhören und Umsetzen in der Praxis verlaufen kann, erläuterte Jörg Peissker, Senior Product Manager bei Cofresco. Cofresco führte eine Word-of-Mouth-Kampagne für seine Toppits Dampf-Gar-Beutel durch. Dabei bekamen Probanden neben einem Beutel auch Rezepte für die Mikrowelle zugeschickt. Da die Rezepte jedoch eine begrenzte Auswahl boten, fingen die Konsumenten selbst an, Rezepte zu kreieren und sich auszutauschen. Im Zuge dessen entstand die Idee eines Verbrauchers, Popcorn in einem Dampf-Gar-Beutel herzustellen. Cofresco reagierte auf den Vorschlag und will die Idee nun im Weihnachtsgeschäft einsetzen.

Beim Thema Trends im Word-of-Mouth Marketing sieht Dr. Martin Oetting mehrere Entwicklungen. So müsse sich unter anderem der Dialog mit den Verbrauchern noch intensivieren. Abhilfe schaffe hier das Social Web, durch dass das Reden und Zuhören in einem ganz anderen Umfang stattfinden könne. Darüber hinaus müsse das Word-of-Mouth Marketing immer mehr in alle Unternehmensprozesse integriert werden. Schließlich nütze der Dialog mit den Verbrauchern vor allem den Unternehmen. Auch um neue Ansätze für Produkte zu finden, wie das Beispiel von Cofresco zeige.

Der Wom-Day wurde - wie in den vorherigen Jahren - von TRND veranstaltet. Rund 100 Teilnehmer waren dabei. (sl)