E-Commerce

Warenzustellung: Das gibt es ab 2018 zu beachten

Versandhändler sollten sich frühzeitig über die Neuerungen bei der Postzustellung informieren und darauf reagieren

Der Gastbeitrag weist Versender zunächst darauf hin, dass die Unterscheidung zwischen Brief- und Paketsendungen künftig anhand des Inhalts vorgenommen werde. So würden lediglich Sendungen, die Dokumenten enthalten als Briefsendungen und alle anderen Warensendungen, je nach Gewicht, als Päckchen- oder Paketsendung eingeordnet. Zudem gebe es künftig unterschiedliche Tarife für grenzüberschreitende Briefe und Päckchen bis zwei Kilogramm. Internationale Warensendungen mit 30 Gramm kosteten so nicht mehr weniger als 65 Cent, sondern mehr als einen Euro. Künftig sei es des Weiteren erforderlich, dass grenzüberschreitende Warensendungen mittels ID-Barcodes gekennzeichnet und so verfolgbar seien.

Mehr Regulierung und Auskunftspflichten

Durch die Neuerungen werden laut Walter Trezek ab 2018 auch mehr Online-Händler der Postregulierung unterworfen. So werde die Aufsicht über den Markt auf „alle inländischen Dienstleister ausgedehnt, die Dokumenten- oder Warensendungen bis 31,5 kg transportieren, oder deren Transport anbieten und mehr als 50 MitarbeiterInnen im Europäischen Wirtschaftsraum beschäftigen“. Von der Überwachung durch die Behörden sollen auch Händler, die spezielle Versandtarife anbieten, betroffen sein. Sie würden somit auch den Kundmachungs- und Registrierungspflichten unterliegen. Hinzu komme für Versender außerdem eine detailliertere Auskunftspflicht, die klarstellen soll, „mit welchen Dienstleistern versandt wird und welche Zusatzdienstleistungen oder auch Qualitätsanforderungen in Anspruch genommen werden“.

Das E-Commerce-Kuvert

Im kommenden Jahr soll europaweit ein neues, spezielles E-Commerce-Kuvert, angepasst an normierte Briefkästen, eingeführt werden. Dabei sei besonders für Haus- und Wohnungseigentümer zu beachten, dass die Einhaltung der Normgröße des Briefkastens und damit die Möglichkeit der Zustellung, auch gegenüber Mietern, in ihrer eigenen Verantwortung liege. Trezek geht davon aus, das mit einer Trennung der Warenzustellungsnetze zu rechnen ist, da zwei Drittel aller Warensendungen ein Gewicht von unter einem Kilogramm hätten und so zu hohe Grenzkosten im niedrig-gewichtigen Sendundungssegment auftreten würden.

Die Neuerungen sind das Ergebnis einer Entwicklung der Marktvoraussetzungen durch die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Ecommerce Europe und seinen nationalen E-Commerce-Verbänden, die auf dem 26. Weltpostkongress im Oktober 2016 angestossen wurde. (pk)