Data-driven Marketing

Unendliche Weiten

Das Datenvolumen vervielfacht sich und ebenso die technologischen Möglichkeiten des Data-driven Marketing

Zunächst gilt es, sich das schiere Ausmaß der Dynamik im Data-driven Marketing bewusst zu machen: Das Wachstum der Datenmenge verläuft exponentiell. Bis 2020 werden gemäß einer Studie der Marktforscher von Gartner und IDC mehr als sieben Milliarden Menschen mit mindestens 30 Milliarden Endgeräten geschätzte 44 Zettabyte an digitalen Daten produzieren. Innerhalb von 18 bis 24 Monaten erleben wir eine Verdoppelung der von Konzernen angesammelten Terabyte-Datenmengen. Die Fähigkeit der Unternehmen, diese Daten auszuwerten, hinkt jedoch hinterher: Nur etwa 30 Prozent werten diese Daten in Echtzeit aus, sagen die Autoren.

Auch in Deutschland besteht Orientierungsbedarf im Datenstrom: Nach einer aktuellen Untersuchung der Hochschule Reutlingen im Auftrag von T-Systems Multimedia Solutions zum Status quo von Big Data im Vertrieb klagen beispielsweise 71 Prozent der deutschen Vertriebsmanager über die schlechte Datenqualität, die sie als Kernproblem der Big-Data-Nutzung sehen. In 32 Prozent der Unternehmen wird überhaupt keine spezifische Big- Data-Technologie eingesetzt.

Doch nicht nur von Unternehmensseite – auch aus Konsumentenperspektive besteht Grund zur Vorsicht: Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) von 2015 sorgen sich rund 70 Prozent der Deutschen um den Schutz ihrer persönlichen Daten, was insbesondere auch für die jüngere Zielgruppe der Generation Z gilt, obwohl diese bei den Einblicken in ihr Privatleben, etwa auf Social Websites, ja vergleichsweise freigebig ist.

Dass das Stichwort „Smart Data“ auch eine wichtige Rolle für den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb spielt, hat auch die Bundesregierung erkannt: Mit dem Technologieprogramm „Smart Data – Innovationen aus Daten“ fördert beispielsweise das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) von 2014 bis 2018 insgesamt 13 Leuchtturmprojekte, die den zukünftigen Markt von Big-Data-Technologien für die deutsche Wirtschaft erschließen sollen, mit rund 30 Millionen Euro.

Genug Gründe also, um auf eine Expedition in die unendlichen Weiten des Data-driven Marketing zu gehen und die neuesten Innovationen zu sondieren, Dabei lohnt es sich, bei einer der zahlreichen Branchenveranstaltungen, auf denen Marketer das Thema auch dieses Jahr heiß diskutieren, den Startpunkt zu setzen: auf der D3con in Hamburg.

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