Case Study

Porsche: Twitter-Kampagne vervierfacht Klicks

Dr. Josef Arweck ist Leiter der Unternehmenskommunikation bei Porsche

Mit der Konzeptstudie "Mission E" präsentierte Porsche seinen Sportwagen der Zukunft auf der IAA 2015 in Frankfurt, der weltweit größten Automobilmesse. Um die Aktion publik zu machen, entwickelte Porsche eine Twitter-Kampagne, die in der Zeit vom 12. bis zum 16. September 2015 ausgespielt wurde. Unter #MissionE sollten die öffentliche Aufmerksamkeit gesteigert, Interaktionen generiert sowie relevante Stakeholder auf direktem Weg mit Informationen versorgt werden.

Dr. Josef Arweck, Leiter Kommunikation Porsche, erklärt, wieso sich der Konzern für die Plattform entschied: "Twitter bietet ideale Voraussetzungen, um eine große Anzahl an relevanten Multiplikatoren direkt und in Echtzeit mit Informationen aus erster Hand zu versorgen. Besonders im Kontext einer Weltpremiere wie beim ‚Mission E‘ sind das entscheidende Faktoren." ONEtoONE liegen nun die Ergebnisse der Kampagne exklusiv vor.

[b1]In der ersten Phase teaserte der Stuttgarter Autobauer die Weltpremiere auf der IAA an. Mit dem Bild eines verhüllten Modells zwitscherte Porsche: "Be the first to see the @PorscheNewsroom #IAA2015 press conference in 360°-mode. RT for an exclusive viewing link". Im zweiten Schritt erhielten Nutzer für einen Retweet (RT) eine personalisierte Botschaft mit einem Benachrichtigungshinweis, sobald das 360-Grad-Video des Konzeptfahrzeugs zur Verfügung stand.

Dieser Prozess löste weitere Interaktionen aus und diente als zusätzlicher Multiplikatoreffekt. Im Anschluss an die Weltpremiere ging der versprochene Link automatisch an alle regis-trierten Nutzer raus. Dabei gelang es dem Konzern mit einer persönlichen Ansprache, die bei den Empfängern als große Wertschätzung empfunden wurde, für einen positiven Effekt zu sorgen. Zuletzt bot die Twitter-Kampagne unter #AskPorsche eine Frage-Antwort-Runde, bei der Experten aus dem Unternehmen live Fragen rund um das neue Modell beantworteten.

Die Aktion verwirklichte das Unternehmen mit der "RSVP Twitter Card", die erstmalig in Europa eingesetzt wurde. Gesponserte Tweets und Retargeting zur Unterstützung der Kommunikation auf Twitter vervollständigten die Werbemaßnahme. Ergänzend setzte der Automobilhersteller auf die eigene Informations-Plattform Porsche Newsroom und zwei während der IAA produzierte 360-Grad-Videos.

Der Hashtag #MissionE erreichte am Präsentationstag die Twitter Trending Topics in Deutschland. Insgesamt erzielten die Tweets eine Reichweite von rund drei Millionen Impressions (allein in Deutschland mehr als 416.000) und über 60.000 Interaktionen (in Deutschland rund 7.000), vermeldete der Sportwagenhersteller. Durch die Twitter-Aktion vervierfachten sich die Klicks auf @PorscheNewsroom innerhalb eines Tages. Zusätzlich konnte der Account einen Zuwachs von 1.500 neuen Followern mit einer damit verbundenen erhöhten Stammbesucherrate verbuchen.

Die Social-Kampagne wurde von Porsche international ausgerichtet und in Deutschland, den USA, Belgien, UK, Frankreich, Japan sowie Brasilien ausgespielt. (js)