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Target Packaging: Start-up erreicht sechs Prozent Konversion

Adnymics strebt an in nächsten zwei Jahren mit ihrem Produkt zu den größten Digitaldruckereien in der DACH-Region zu gehören

Das System von Adnymics setzt sich aus einer Digitaldruckmaschine, einem Server mit eigener Recommendation-Engine sowie Service und Wartung zusammen. Die Digitaldruckmaschine und der Server werden laut Unternehmen im Lager des jeweiligen Online-Händlers oder Fulfillment-Dienstleisters platziert. Die Recommendation-Engine werde über ein Java-Script-Snippet mit dem Online-Shop verbunden und erfasse dann das Surfverhalten der Kunden. Dies geschehe anhand von Parametern wie Betrachtungsdauer und -häufigkeit von Produkten. Die gewonnenen Informationen verwendet Adnymics anschließend zur Generierung individueller Flyer mit Produktvorschlägen zugeschnitten auf den Online-Shopper. Direkt am Packplatz findet zum Schluss der Druck und das Beilegen der One-to-One-Flyer statt.

Der Vorteil von individualisierten Paketbeilegern gegenüber üblichen statischen Beilegern zeigt sich laut den Münchenern in der Wiederkaufrate. Mit „Target Packaging“ werde eine Konversion von bis zu sechs Prozent erreicht, was 60 Mal besser sei als die Konversion von statischen Beilegern. „Wir beitreiben derzeit als weltweit einziges Unternehmen Retargeting mit Print-Werbemitteln. Wir greifen somit die aktuelle Entwicklung im Online-Bereich zum One-to-one-Marketing auf und setzten das als vertrauensstärkere, komplett auf den Kunden zugeschnittene Print-Version um“, sagt Dominik Romer, CEO und Gründer von Adnymics

Zu den Kunden von Adnymics zählen derzeit die Online-Shops Ambiente Direct und tausendkind. Der Anspruch des erst Ende 2014 gegründeten Unternehmens sei es, in den nächsten zwei Jahren mit ihrem Produkt zu den größten Digitaldruckereien in der DACH-Region zu zählen. „Da wir direkt in der Versandlogistik der Händler und dezentral drucken, können wir unser System schnell und einfach international skalieren. Wir bringen sozusagen die Werbemittel-Druckerei direkt zum Kunden“, sagt Dominik Romer. Des Weiteren arbeite man bereits an der Weiterentwicklung des Produkts „Target Conversion“. „In Zukunft sollen Werbekunden damit erstmals die Möglichkeit haben über eine Online-Buchungsplattform Zielgruppenkriterien auszuwählen um damit One-to-One-Print-Anzeigen in unseren Beilegern zu buchen, die wir dann gezielt an die Empfänger aussteuern“, so Romer. (pk/db)