Studie

Shopping-Center sind beliebt, je nach Mix und Standort

Die Anzahl geplanter Shopping-Center in den kommenden Jahren nach Bundesländern zeigt sowohl die Attraktivität einzelner Standorte als auch der Center an sich.

Größter Umsatzbringer ist der Bereich Gastronomie und täglicher Bedarf. Etwa ein Fünftel (21,5 Prozent / ca. 2 Mrd. Euro) des Handelsgastronomieumsatzes von insgesamt ca. 9,3 Mrd. Euro erwirtschaften aktuell Shopping-Center in Deutschland – Tendenz steigend. Während vor wenigen Jahren noch etwa 6 Prozent der Verkaufsfläche aus Gastronomie bestand, ist der Anteil bei Neueröffnungen im Durchschnitt bereits auf knapp 20 Prozent angestiegen, so die Auswertung des EHI Retail Institute.

Nordrhein-Westfalen ist für Center-Betreiber ein besonders attraktiver Standort. Mit aktuell 82 Shopping-Centern (Anteil: 17,1 Prozent) liegt Nordrhein-Westfalen im Ranking der Anzahl an Shopping-Centern nach Bundesländern klar vorne. Dementsprechend weist NRW mit rund 2,7 Mio. Quadratmetern auch die größte Center-Fläche auf. An zweiter Stelle der attraktivsten Standorte für Shopping-Center-Betreiber liegt gemäß des Rankings Bayern mit aktuell insgesamt 52 Centern (Anteil: 10,9 Prozent) und einer Gesamtfläche von rund 1,6 Mio. Quadratmetern. Drittplatziertes Bundesland ist Baden-Württemberg mit aktuell 46 Centern (Anteil: 9,6 Prozent) und etwa 1,3 Mio. Quadratmetern Gesamtfläche.

Hinsichtlich der Anzahl an Planungen neuer Center in diesem und den kommenden Jahren liegt NRW aufgrund der Fülle bestehender Shopping-Center nur auf Platz drei in der Rangfolge. Von den 29 Planungen sollen 4 Shopping-Center in NRW entstehen. Auf Platz 1 im Ranking der geplanten Neueröffnungen liegt Bayern mit insgesamt 8 Centern, gefolgt von Baden-Württemberg mit 7 geplanten Shopping-Centern.