Printstudie

Fachmedien bleiben gefragt, KI für News weniger

In einer aktuellen repräsentativen Studie hat Statista gefragt, wohin die Digitalisierung im Medienbereich führt und welche Auswirkungen sie auf den Medienkonsum nach Meinung der Befragten haben wird.

Ein beruhigendes Ergebnis für Print-Titel: Besonders die Altersgruppe über 30 Jahre glaubt weiter an einen Fortbestand der altbewährten Tageszeitung. Die jüngeren Befragten, wenn auch knapp, prognostizieren eher eine baldige Ablösung durch Smartphone und Co. Insbesondere bei Fachmedien glauben 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an ihren Fortbestand; bei der Tageszeitung sind es immerhin noch 43 Prozent. Die älteren Altersgruppen schließen sich dieser Prognose weitestgehend an, für sie bleiben aber auch lokale Zeitungen und Magazine relevant.

AR und VR werden für bestimmte Formate beliebter

Live-Formate kommen gut an: 56 Prozent wollen direkt dabei sein, wenn etwas Aufregendes passiert, denn der Mehrwert von VR liegt laut Befragten hauptsächlich in der besseren Erlebbarkeit. Lediglich 24 Prozent sehen keinerlei Mehrwert in VR-Inhalten; bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar nur zehn Prozent. Neben Virtual Reality gewinnen übrigens auch Podcasts und Messenger-Dienste immer mehr Bedeutung in der (Medien-)Berichterstattung.

45 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Nachrichtenproduktion nicht durchsetzen wird. 49 Prozent sind hier eher kritisch, 28 Prozent lehnen diese News ganz ab. Nur drei Prozent halten Roboterjournalismus für sinnvoll. Diese Einschätzungen spiegeln sich in der Bewertung der Glaubwürdigkeit automatisierter Nachrichten wider: 43 Prozent halten diese Meldungen für unglaubwürdig, nur 18 Prozent schenken diesem Content Glauben, die restlichen 39 Prozent können die Glaubwürdigkeit gar nicht einschätzen.

Die Mehrheit der Konsumenten (77 Prozent) stehen automatisierten Nachrichten und Roboterjournalismus ablehnend gegenüber. Entsprechend nachvollziehbar ist daher: 91 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine Kennzeichnung von automatisiert erstellten Artikeln aus.