Neues Paketportal

Neopost: Brieffrankierer im Wandel

Foto: Sendeasy.de

Der Briefdienstleister Neopost hat mit Sendeasy.de ein Web-Portal entwickelt, um neue KMU-Kunden für den Bereich Paket, Palette und Sperrgut zu gewinnen. Der Online-Dienst will Unternehmen beim Versand von Ware unterstützen, die unregelmäßig verschicken, ihren Aussand nur schwer planen können oder wenig Erfahrung damit haben. Dazu vereint die Seite die Dienste von Logistikern wie Fedex, GLS, Hermes und anderen.

Bettina Müller, Manager Business Development und Projektleitung Send EasyNeopost tritt dabei als Mittler auf, sodass Sender nicht selbst den günstigsten Paketdienstleister suchen und kontaktieren müssen. „Wir denken dabei an Gelegenheitsversender, die nicht unbedingt täglich versenden“, sagt Projektleiterin Bettina Müller von Send Easy. Zur Zielgruppe gehören beispielsweise Ebay-Powerseller, die bisher nur nach Deutschland versenden und sich nicht „trauen, in die Türkei zu schicken“, da das Wissen über Zollgebühren und rechtliche Hintergründe fehle. Hier werde laut Müller von vielen Unternehmen noch Potenzial verschenkt, welches die Händler mit Sendeasy.de bergen könnten, da der Dienst auch das Thema Zollberatung und -information abbilde.

Neopost finanziert das Portal durch Mengenrabatte bei den Paketdiensten, die einzelne Versender nicht erreichen könnten. Die Website ist seit Januar online. Bislang nutzen rund 30 Unternehmen den Service regelmäßig. Mindestmengen und Vertragsbindung gibt es dabei nicht.

Neopost transformiert


Das Unternehmen Neopost mit rund 5.000 Mitarbeitern weltweit ist eine Ausgründung des Alcatel-Konzerns und war bisher darauf spezialisiert, Frankier- und Sortiermaschinen für den Versand von Briefen herzustellen. „Dies bleibt unser Kerngeschäft, das wir weiterhin ausbauen. Wir glauben auch hier weiter an Wachstumschancen“, sagt Neopost-Managerin Bettina Müller. „Aber die Branche steht unter Druck, weil Kunden anders kommunizieren als früher und andere Lösungen wünschen.“ In Deutschland arbeitet Neopost von München aus mit rund 450 Mitarbeitern. (db)


Dieser Artikel erschien zuvor in ONEtoONE Ausgabe 04/13.