Momox expandiert mit Kleidung

„Wir waren extrem überrascht, wie viele unserer Bestandskunden Kleidung an uns verkauft haben. Wir mussten kurz nach dem Start den Reiter auf der Website wieder entfernen, weil wir mit Logistik und Personal nicht hinterherkamen“, sagt CEO Heiner Kroke im Gespräch mit ONEtoONE.

Bei dem Unternehmen können Kunden online zu einem Festpreis Ware verkaufen, die das Unternehmen dann auf anderen Portalen und auf eigenen wieder verkauft. Medien verkauft momox auf Medimops.de, Kleidung auf Ubup.com. „Wir erreichen die Hälfte unseres Kleidungsverkaufs über Ubup.com, obwohl wir dafür kein Marketing betrieben haben“, sagt Kroke. Die andere Hälfte wird auf Portalen wie Ebay vertrieben. Momox verkauft Kleidung von Marken wie Esprit und Tommy Hilfiger und gibt dabei online nicht nur die Herstellergrößen an, sondern misst jedes der eingeschickten Kleidungsstücke mit eigenem Personal nach (siehe Bild).

Geschäft mit Gebrauchtbüchern wächst


„Es gibt sicher einige, die sagen, das Geschäft mit physischen Büchern und Medien sei tot“, sagt Kroke. „Doch das kann man für den Gebrauchtmedienbereich nicht sagen. Wir wachsen weiterhin erstaunlich gut.“ Tatsächlich hat momox offenbar keine Probleme mit dem Verkauf von Waren (Umsatz im Jahr 2012: 60 Millionen Euro). Schwieriger sei der Ankauf. Daher startet das Unternehmen eine neue Werbekam-pagne, um das Ankaufsportal bekannter zu machen, und nimmt dafür einen größeren einstelligen Millionenbetrag in die Hand. Ein TV-Spot ist bereits zu sehen, eine Hörfunkkampagne soll nun folgen.

Im kommenden Jahr will momox zudem in eine weitere Produktkategorie investieren. (db)