Online-Marketing

Magnetic: Search-Retargeting für den deutschen Markt

Neal Brüwer, Country Manager DACH mit Sitz in Hamburg (links), und Luke Hayter, Vice President Europe mit Sitz in London

„Wir freuen uns, in Deutschland zu starten, und sind gespannt, wie unsere Technologie mit der deutschen Sprache funktioniert, denn letztendlich geht es immer um Sprache. Es ist das erste Mal, das wir in einen nicht-englischsprachigen Markt gehen. Werbung ist zwar immer Werbung, funktioniert in jedem Markt aber anders, darum starten wir hier auch mit lokalen Experten wie Neal“, sagt Hugh McGoran, Chief Revenue Officer von Magnetic.

Er meint damit Neal Brüwer, der die Leitung in Deutschland als Country Manager DACH übernimmt. Brüwer war vier Jahre lang Senior Sales Manager bei Vibrant Media, danach folgten Stationen bei Roombeats und Outbrain. McGoran betont, dass man bei Magnetic großen Wert darauf lege, nicht zu zentralisiert zu arbeiten, sondern vor allem mit lokalen Teams vor Ort zu agieren, selbst innerhalb der USA sei dies an unterschiedlichen Standorten wichtig. Für ihn sei nach einer gewissen Entwicklungsphase nun die Zeit gekommen, mit der Technologie weltweit richtig loszulegen. „Wir haben vier bis fünf Jahre mit der Datenaggregation verbracht. Wir wollten eine kritische Masse an Nutzerdaten erreichen und haben dies nun geschafft. Jetzt wollen uns unsere Advertising-Partner in Märkten wie Deutschland und Asien sehen, daher kommen wir hierher. Wir glauben an einen dezentralen Ansatz. Wir wollen nicht alles aus New York vorgeben, sondern brauchen lokale Teams vor Ort, die sich in die Ad-Community integrieren. Hier haben wir mit Neal den richtigen Partner gefunden.“ Brüwer fühlt sich für den Start in Deutschland bereit: „Wir haben bereits ein gutes Team zusammen, suchen nun aber verstärkt nach qualifizierten Fachkräften, was nicht immer einfach ist. Aber wir sind zuversichtlich, diese Aufgabe erfolgreich zu meistern.“

Das Identifizieren von Kaufabsichten


Hugh McGoran, Chief Revenue Officer von MagneticDie Spezialität von Magnetic liegt nach eigener Darstellung darin, die Kaufabsicht eines Nutzers zu identifizieren und Werbetreibenden passende Neukunden vorzustellen. McGoran: „Wir nutzen nur bedingt Daten von Suchmaschinen und konzentrieren uns auf Daten von Suchanfragen auf E-Commerce-Seiten, wie zum Beispiel Preisvergleichsportalen. Wir glauben, nur so kann man wirkliche Kaufabsichten identifizieren.“ Google habe vor zwei Jahren damit begonnen, seine Daten zu verschlüsseln, damit seien einige Marktteilnehmer ihres Geschäftsmodells beraubt worden. „Wir haben von Anfang an auf die Strategie gesetzt, auch aus externen kommerziellen Websites Daten zu ziehen. Wir suchen aber beispielsweise nicht auf News-Seiten; wir glauben, was hier eingegeben wird, hat mit Kaufabsichten erst mal wenig zu tun.“

Luke Hayter, Vice President Europe, fügt hinzu: „Search ist sehr effektiv, deswegen machen es auch so viele. Aber wir bringen zusätzliche Effizienz dazu und verknüpfen Intent-Daten mit Display-Vermarktung. Menschen verbringen vier Prozent der Zeit im Netz bei Suchmaschinen, aber 96 Prozent auf anderen Seiten. Wenn man beides zusammenbringt, kann das eine starke Wirkung entfalten.“ (db)