ADC-Festival 2017

Länger, strukturierter, kompakter

Vorm animierten CLP zum ADC-Festival 2017 (v.l. Dr. C. Brosda, K. Gräff, Dr. S. Vogel, D. Spengler-Ahrens, A. Knorr, O. Rosenthal)

Sehr zum Wohlgefallen der Verantwortlichen der Hansestadt. Denn laut Kreativwirtschaftsbericht 2016 erwirtschaften die Kreativen der Stadt einen Jahresumsatz von rund elf Mrd. Euro. Das entspricht zwei Prozent des Hamburger Wirtschaftsaufkommens. „Jeder Euro, der in der Kreativwirtschaft verdient wird, zieht einen Euro Umsatz außerhalb des Wirtschaftszweiges nach sich“, erklärt Dr. Carsten Brosda, der als Staatsrat der Kulturbehörde auch die Bereiche ­Medien und Digitalisierung verantwortet.

Entsprechend begeistert ist Brosda auch, dass der ADC mit der Ausstellung ­dieses Jahr länger in der Hansestadt bleibt. Die eingereichten ­Arbeiten werden zwölf statt der bisher drei Tage zu sehen sein. Die Arbeiten werden strukturierter und kompakter nicht mehr nach ­Kategorien gezeigt, sondern zusammenhängend über alle Medien präsentiert. Damit bekommen die Besucher einen besseren Überblick über die gesamte kreative Leistung, die dahinter steckt. Die Ausstellung wird im Museum der Arbeit gezeigt, getrennt nach Wett­bewerbs- und Juniorenarbeiten.

Der Kongress widmet sich dem Thema „Kreativität schlägt Technologie?” Dabei geht es darum herauszufinden, wie Kreation und Technik bereits miteinander verbunden sind und inwieweit sie noch aufeinander zugehen müssen. Vorgestellt werden Projekte wie das von McCann Japan, die als erste Agentur weltweit einen Roboter zum Creative Director ernannten oder „The Swedish Relephone“, die aktuell weltweit erfolgreichste Innovation-Kampagne gilt. Der Kongress findet, wie auch die Preis­verleihung nebst Gala, auf ­Kampnagel statt. (cb)