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Kunden erwarten mobile Homepages

Laut einer Studie des Berliner Digitalunternehmens 7leads hinken besonders kleine und mittlere Unternehmen bei dieser Entwicklung hinterher. Mehr als die Hälfte (52 %) der 434 untersuchten Internetauftritte präsentierte sich auf Smartphone oder Tablet mit verschobenen Bildern oder zu kleinen Schriften. Dieser Umstand zieht gravierende Folgen nach sich. Denn zum einen ist die Seite dadurch nicht besonders nutzerfreundlich und zum anderen wirkt sich die mangelnde Mobile-Optimierung negativ auf die Auffindbarkeit bei der Google-Suche aus. Bereits seit zwei Jahren berücksichtigt der Google-Algorithmus nämlich die Mobil-Freundlichkeit von Websites bei der Einordnung in sein Ranking. Dies hat laut 7leads zur Folge, dass der deutsche Mittelstand ein enormes Potential in der Neukundengewinnung verschenkt.

Nachholbedarf bei Automobil- und Medizinbranche

Betrachtet man die Mobil-Freundlichkeit bei den verschiedenen Branchen, schneiden Webseiten von Restaurants und Unterkünften am besten ab, obwohl auch dort nur rund 40 Prozent mobile-optimiert sind. Bei den Branchen Automobil (64 % nicht optimiert), Medizin (59,5 %), Hausbau (53,5 %), Handwerk (52,6 %) und Rechtsfragen (50 %) und ein noch stärkerer Abfall zu erkennen. Zu begründen sei dieser Trend damit, dass Gastronomie- und Tourismusbetriebe in größerem Umfang von Online-Reservierungen und -Buchungen über mobile Endgeräte profitieren als andere Bereiche.

Für viele kleine und mittelständische Unternehmen besteht also Handlungsbedarf. Denn von der Zufriedenheit des Kunden stehe und falle die Kaufbereitschaft. Einer Google-Studie zufolge sind 67 Prozent der mobil Surfenden eher bereit ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kaufen, wenn die Seite für Smartphone oder Tablet angepasst ist. Dies führe sogar dazu, dass 81 Prozent mangels mobiler Optimierung zu einem Konkurrenten abwandern, wie das Internetunternehmen Netbiscuits im Jahr 2014 herausfand. (pk)