Katalogmarketing

Bundesdeutsche lesen vor allem Modekataloge

Die Rentabilität von Katalogen hängt stark von der Branche ab: Sehr hochmargige Branchen mit wenig Retouren sind beispielsweise Fanartikel. Deutlicher schwieriger ist der ROI bei margenschwachen Branchen, wie Elektronik und IT. Hier muss man hohe Durchschnittswarenkörbe erzielen, damit sich der Katalog rechnet.

In einer gestützten Befragung haben wir darum von Marktforscher Splendid-Research exklusiv abfragen lassen, für welche Art von Katalogen sich die Bundesbürger interessieren. Modekataloge sind dabei diejenigen, die von den allermeisten gelesen werden. Zwei Drittel der Deutschen haben zumindest gelegentlich einen Kleidung-, Schuh- oder Accessoires-Katalog in den Händen.

Bei fast allen anderen Warengruppen nutzt durchschnittlich zwischen jedem dritten und zwei Fünftel der Befragten regelmässig oder gelegentlich einen Katalog. Lediglich Kataloge für Spielwaren, Videospielen und Auto/Motorrad sind für nur ein Viertel bis ein Fünftel der Deutschen interessant.

Das Bild verschiebt sich, wenn man sich Frauen und Männer getrennt ansieht. Hier werden die Rollenklischees im wesentlich bestätigt: Männer interessieren sich überwiegend für Kataloge für Elektronikartikel, Computer/Konsolen sowie Auto/Motorrad, während Frauen zu Hobby-, Kosmetik-, Küchengerät- und Lebensmittelkatalogen greifen. Dass Frauen zu 82 Prozent sich für Modekataloge interessieren (aber immerhin noch knapp jeder zweite Mann) ist hier schon weniger verwunderlich.

Relativ ausgeglichen ist das geschlechtspezifische Interesse für Filme und Musik (Vorteil Männer 36:32 Prozent) sowie Garte- und Baumarkt (38:35 Prozent zugunsten der Frauen). Auch die Elternpflicht wird von Männern wie Frauen eher gleichgewichtig ausgeübt: Spielzeugkataloge werden von beiden Geschlechtern eher wenig nachgefragt - von den Mamas allerdings etwas häufiger als von den Papas.