Digital Services

Google und YouTube stellen digitalen Werkzeugkasten zur Bundestagswahl vor

Die Google Trends Grafik betrachtet das Suchinteresse für alle zehn SpitzenkandidatInnen der sieben meistgesuchten Parteien. Dargestellt werden im Ranking nur die fünf meistgesuchten Spitzenkandidat/innen. Diese Grafik ist dynamisch und verändert sich demnach

Nie waren Wahlen so digital wie heute. Passend dazu bieten Google und YouTube einen digitalen Werkzeugkasten zur Bundestagswahl an – für Bürger, Medien und Politik. Das Tool wird ab Ende August zur Verfügung stehen.

Google Suche: In der Suche werden in den Wochen bis zur Wahl einige erweiterte Dienste integriert, mit deren Hilfe sich Bürgerinnen und Bürger noch schneller informieren können. Ein eigens zur Bundestagswahl entwickelter Service wird Nutzern ab Ende August die Möglichkeit geben, durch Eingabe der Postleitzahl Informationen über die im jeweiligen Wahlkreis antretenden Direktkandidaten (Erststimme) sowie Parteien (Zweitstimme) zu finden. Als Quelle für die Kandidatenliste dienen die Daten des Bundeswahlleiters. Des Weiteren haben alle zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit, ihren politischen Standpunkt sowie drei Prioritäten über Infoboxen in der Google Suche zugänglich zu machen. Am Wahlabend (24. September) werden in der Suche außerdem aktuelle Hochrechnungen sowie das (vorläufige) amtliche Endergebnis gezeigt.

Google Trends: Ein Rechercheinstrument insbesondere für Medien liefert das Google News Lab, das auf einer eigenen Webseite unter g.co/wahl2017-trends regelmäßig aktuelle Suchtrends zu Kandidaten, Parteien und den „heißen Themen“ des Wahlkampfes veröffentlicht. Die meistgesuchten Fragen zur Bundestagswahl lauten aktuell: „Wann ist Bundestagswahl?“, „Wann kommen die Wahlbenachrichtigungen?“ oder „Wo kann ich wählen?“. In Zusammenarbeit mit dem Datendesigner Moritz Stefaner ist zudem das Projekt 2Q17 unter 2q17.de entstanden, das Suchbegriffe im Zusammenhang mit den Spitzenkandidaten der sieben meistgesuchten Parteien analysiert.

YouTube: Auch YouTube bietet seinen Nutzerinnen und Nutzern im Wahljahr einige Neuerungen. So findet am Wahlabend erstmals eine YouTube-Wahlnacht statt. Veranstalter der Show „Wahlgemeinschaft“ sind funk, das digitale Content-Netzwerk von ARD und ZDF, sowie Studio71, das Multiplattform-Netzwerk von Pro7/SAT.1. Ziel ist eine Wahlnacht der etwas anderen Art speziell für die jüngere Zielgruppe. Die Sendung soll live ab 18 Uhr aktuelle Informationen vermitteln, politische Inhalte zeitgemäß aufbereiten und natürlich auch unterhalten. Eine Woche vorher (17. September) werden in einem mehrstündigen „Community Live Stream“ rund 15 YouTuber mit ihren Fans zum Thema Wahlen in Dialog treten. Die Veranstaltung findet ebenso im Berliner YouTube Space statt wie das Interview von vier YouTubern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 16. August, produziert von Studio71.

„Mit unserem digitalen Werkzeugkasten für die Bundestagswahl möchten wir den Wählern in Deutschland einfachen Zugang zu Informationen rund um das Thema Wahlen bieten. Das Internet eröffnet für die politische Kommunikation und Partizipation völlig neue Möglichkeiten. Wir möchten den Bürgern helfen, sich mit modernen Mitteln an der politischen Debatte zu beteiligen“, sagt Ralf Bremer, Sprecher Google Deutschland.

Die Initiative von Google und YouTube zur Bundestagswahl 2017 ist nicht das erste Angebot dieser Art. Zuvor hatte Google in vielen anderen Ländern ähnliche Programme zum Thema Wahlen angeboten, zuletzt unter anderem bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich und den USA sowie den Parlamentswahlen in den Niederlanden. (vj)