Amazon Prime Day

Weihnachtsshopping-Rausch im Sommer

Nach dem Black Friday (2018: 23.11.) und Cyber Monday (2018: 26.11.) etabliert sich nun der Amazon Prime Day (16.7. ab 12 Uhr) , um auch im Juli Amazons Kassen klingeln zu lassen. Viele Händler bieten im gesamten Juli Sommerschlussverkäufe an. Aber die Zahlen zeigen, dass sie am Prime Day die höchsten Umsätze erzielen, hat eine Erhebnung des Affiliate-Marketingdienstleisters CJ Affiliate by Conversant ermittelt. "Folgt auch dieses Jahr den Entwicklungen von 2016 und 2017, ist für 2018 mit einem noch stärkeren Umsatzwachstum zu rechnen", erklärt CJ-Chef Tobias Allgeyer.

Der Prime Day sorgt unter anderem für Wachstum in eher untypischen Bereichen. Traditionell wird der Tag mit dem Kauf von Consumer Electronics verbunden, doch das Umsatzwachstum für diese Produkte stieg von 2016 auf 2017 lediglich um 22 Prozent. Dass Haus und Garten Artikel im Sommer die beliebtesten Produkte sind, ist hingegen keine Überraschung. Viele Konsumenten warten aber tatsächlich bis zum Prime Day, um neue Gartenmöbel zu kaufen oder ihre Renovierungsarbeiten zu beginnen. Die Verkäufe stiegen von 2016 auf 2017 um durchschnittlich 197 Prozent und das durchschnittliche Umsatzwachstum für Haus und Garten Produkte lag bei 263 Prozent.
Auch für Haustiere bringt der Prime Day Vorteile, denn Heimtierprodukte bilden die Kategorie mit dem zweitgrößten jährlichen Umsatzwachstum (176 Prozent) und dem Anstieg der Verkäufe (200 Prozent).

Kulturelle Unterschiede

Unternehmen, die sich mehr Umsatz durch die wachsende Bedeutung des Prime Days erhoffen, sollten sich der regionalen Unterschiede bewusst sein. Die Zahlen von CJ Affiliate zeigen einige Abweichungen zwischen dem US-Markt und Europa.

Sowohl in den USA als auch in Europa klickten am ersten Tag des Prime Days des vergangenen Jahres die meisten Kunden auf Anzeigen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Klicks in den USA um 14 Prozent und 17 Prozent in Europa. Im Gegensatz zu den US-Amerikanern sind die Europäer entscheidungsfreudiger, wenn sie einen guten Deal für Produkte sehen.

Konsumenten in den USA denken hingegen länger über ihre Einkäufe nach. Tendenziell kaufen sie zwar weniger Artikel, dafür aber zu einem höheren Preis. In den europäischen Ländern verzeichnete der erste Tag des Prime Days 2017 das größte Umsatzwachstum (42 Prozent) und die größte Steigerung der Verkäufe (58 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Kunden in den USA kauften stattdessen am zweiten Tag 44 Prozent mehr ein als noch 2016 und ganze 13 Prozent mehr als am ersten Tag (31 Prozent). Das Umsatzwachstum für Tag 2 belief sich auf 77 Prozent.