Studie

Hälfte aller Händler kann alle Retouren wiederverkaufen

Die häufigsten Gründe dafür, warum retournierte Ware ausgemustert wird, liegen in Beschädigung oder Unbrauchbarkeit. Trotz allem gaben 51 Prozent der befragten Händler mit Retouren an, diese mit 80 oder mehr Prozent wieder als A-Ware verkaufen zu können.

Vergleichsweise wenige Händler – aber dennoch immerhin fast 10 Prozent der Befragten mit einer Retourenquote von über null Prozent – können gar keine oder nur vereinzelt Artikel wiederverkaufen. Das ergab die Auswertung derr aktuelle EHI-Retouren-Studie.

Fast ein Drittel (32 Prozent) der befragten Händler mit einer Retourenquote von über null Prozent bittet in bestimmten Fällen die Kunden sogar, die Artikel trotz Retourenanmeldung und -gutschrift nicht zurückzusenden. Eine Rücksendung von Artikeln, die ohnehin nicht aufbereitet und wieder vermarktet werden können, verursacht nur unnötige Kosten und ist daher für die befragten Händler nicht wirtschaftlich. Der Anteil dieser 'Retourenverweigerer' liegt in sämtlichen untersuchten Produktsegmenten zwischen rund einem Viertel bis zu rund einem Drittel.

Die größten Kostentreiber im Retourengeschäft sind die Qualitätskontrolle und Identifikation der Artikel, Porto und Transportkosten sowie die Aufbereitung der Artikel. Hier ergreifen Händler unterschiedliche Maßnahmen. Um Retouren zu vermeiden, optimieren sie vor allem die Abläufe im Online-Verkauf (Produktinformation, Bilder etc.) bzw. legen einen Retourenschein bei, um den Prozess für den Kunden so einfach wie möglich zu machen.