Marktsituation

Die Hälfte aller Großhändler sieht Direktverkauf als Geschäftsrisiko

44 Prozent der weltweit befragten Hersteller betreiben E-Commerce Webshops, die es ihnen ermöglichen, direkt an Endverbraucher zu verkaufen. Gut ein Viertel der Hersteller wird dies in Zukunft tun. Ähnlich wird die Situation auch in der DACH-Region, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz, beobachtet.

Die Umfrage unter 559 B2B-Unternehmen in Europa, den USA sowie Australien/Neuseeland ergab, dass 41 Prozent (in DACH 39 Prozent) E-Commerce nutzen, um ihr Geschäftsmodell zu erweitern. 44 Prozent (in DACH 42 Prozent) wollen damit neben dem angestammten Vertrieb über Channel-Partner neue Einnahmequellen schaffen. Dabei setzen immer mehr Unternehmen auf E-Commerce als Frontend für ihre Geschäftsbereiche, um das Umsatzvolumen zu steigern (global 44 Prozent), die Kundenorientierung zu verbessern (global 37 Prozent) und in neuen Märkten oder Kundensegmenten wettbewerbsfähig zu sein (global 35 Prozent). In der DACH-Region rangiert zwar auch die Steigerung des Umsatzvolumens mit 45 Prozent auf Platz eins, an zweiter Stelle kommt jedoch mit 35 Prozent die verbesserte Online-Präsenz. Dieser Wert ist vor allem getrieben durch Österreich und die Schweiz, die bei diesem Aspekt auf Werte von 45 bzw. 44 Prozent kommen. Auf Platz drei (30 Prozent) liegt für die DACH-Region die Chance, mit E-Commerce die Vertriebskosten zu senken.

B2B-Direktverkauf an Endkunden verschärft Wettbewerb und Preisverfall

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen weltweit erwarten, dass Hersteller, Distributoren und Großhändler in ihrer Vertriebskette künftig direkt an Kunden verkaufen werden. In der Region USA/Canada liegt dieser Wert mit 73 Prozent am höchsten und in den Niederlanden mit 48 Prozent am niedrigsten. DACH bewegt sich hier mit 58 Prozent im Mittelfeld.

Weltweit erwarten 43 Prozent dadurch verschärften Wettbewerb, 33 Prozent befürchten Preisverfall und mit jeweils 31 Prozent sehen die Befragten Risiken für ihre Profitabilität und ihre angestammten Vertriebskanäle. Für die DACH-Region zeigt sich: 42 Prozent nennen den Preisverfall als Gefahr, deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt. Verschärfter Wettbewerb liegt mit 40 Prozent auf Platz 2, gefolgt von Risiken für die Vertriebskanäle mit 30 Prozent.