Teamzusammenstellungen

Die Firma als Fußballteam: Mehr Kapitäne und weniger Torwarte

Eine Fußballmannschaft hat immer nur einen Kapitän auf dem Spielfeld – und das aus gutem Grund. Denn in der Rolle des Kapitäns ist man der Stellvertreter seiner Mannschaft, trägt Belange, Bedürfnisse und Probleme der Kollegen weiter und koordiniert den Arbeitsbetrieb. In deutschen Firmen ist diese verantwortungsvolle Aufgabe relativ beliebt, immerhin knapp zehn Prozent der Befragten sehen sich als Sprecher ihres Teams. Tendenz steigend, denn im Vergleich zur Umfrage 2016 hat sich diese Zahl um gut zwei Prozentpunkte erhöht.

Ebenfalls um über zwei Prozentpunkte auf 25,5 Prozent gestiegen ist der Anteil derer, die sich als Trainer ihres Teams verstehen, es organisieren, motivieren, schulen und anleiten. Gleichzeitig macht der Trainer im Team auch klare Ansagen und ist für konstruktive Kritik zuständig. Im besten Fall ergänzen sich Kapitäne und Trainer, können aber auch in Konkurrenz zueinander treten, gerade dann, wenn es in Unternehmensteams mehr als einen Kapitän oder Trainer gibt.

Einzelkämpfer lassen nach
Während die Jobs, in denen Teams angeleitet und organisiert werden, immer beliebter werden, sind die Aufgaben, bei denen man als Einzelkämpfer unterwegs ist, eher rückläufig. Die Position des Torwarts büßt 2,4 Prozentpunkte ein, nur noch 14,0 Prozent der Befragten sehen ihre Aufgabe darin, dem Team in der Krise den Rücken frei zu halten. Ebenfalls leicht rückläufig ist die Position des Stürmers, der immer vorne mit dabei ist und den Weg des Teams freikämpft. 14,0 Prozent sehen sich auf dieser Position.

Spitzenreiter aller Positionen – und mit der Tendenz weiter zu wachsen – ist der Verteidiger. Vertrauenswürdig und dem Team gewidmet, kümmert er sich darum, dass das Team harmonisch zusammenarbeitet und eine Art Netz und doppelter Boden geschaffen wird, sodass alle Arbeitsaufträge ohne Gefahr bearbeitet werden können. Ein Teamplayer durch und durch, der auch mal aus dem Vordergrund zurücktritt, wenn es dem großen Ganzen dient. 30,0 Prozent der Deutschen sehen sich auf dieser Position.

Auch wenn eine immer gleich bleibende Mannschaftsaufstellung beim Fußball sehr gut funktioniert, lasse sich dieses System natürlich nicht auf die Teams in deutschen Unternehmen übertragen: Je nach Projektsituation und Know-how im Team sollte man die Rollen flexibel verteilen und selber als Teammitglied offen dafür sein, aus der Komfort-Rolle herauszugehen und sich auch mal an anderen Rollen auszuprobieren, schlussfolgert Monster. Wer dies im Team nicht kann, für den ist ein Jobwechsel eine gute Option, vom Verteidiger zum Stürmer zu werden.