Arbeitszufriedenheit

Deutsche werden immer zufriedener

In der aktuellen Studie zur Arbeitszufriedenheit und Digitalisierung befragte der Personaldienstleister 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland zu ihrer Arbeitszufriedenheit, Wechselwilligkeit und den wichtigsten Faktoren für gute Arbeitsbedingungen. Im zweiten Schritt sollten die Befragten angeben, wie gut sie sich auf die Digitalisierung vorbereitet fühlen und mit welchen positiven wie negativen Auswirkungen sie rechnen. Die bevölkerungsrepräsentative Studie zeigt, dass der Anteil der zufriedenen Angestellten mit 73 Prozent zu 68 Prozent im Vorjahr wächst. Interessanterweise bedeutet Wirtschaftskraft nicht automatisch Zufriedenheit. Betrachtet man die Bewertung der Arbeitsbedingungen auf Landesebene, stechen die Sachsen bei der Befragung heraus. Wirtschaftlich besonders starke Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg stechen hingegen in punkto Arbeitszufriedenheit nicht hervor.

Deutsche bleiben wenig wechselwillig und Gehalt spielt entscheidende Rolle

Gehalt ist und bleibt der wichtigste Faktor für Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Das hat die aktuelle Umfrage bestätigt. Über die Hälfte der Befragten gab an, dass der Gehaltsscheck für sie am ausschlaggebendsten ist, gefolgt von netten Kollegen. Dem Großteil der Arbeitnehmer geht es darum, sich durch den Job seinen Lebensunterhalt zu sichern und sich am Arbeitsplatz wohl zu fühlen. Faktoren wie Selbstverwirklichung und Karriere stehen hinten an.

Beim Wechsel des Arbeitsplatzes sind die Deutschen zurückhaltend. Nur jeder Fünfte gab konkret an, in den nächsten sechs Monaten einen Jobwechsel anzustreben. Bundesweit sehen sich aktuell besonders Arbeitnehmer aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz nach neuen beruflichen Möglichkeiten um. Mit 9 Prozent ist der Wechselwunsch in Hamburg am geringsten. Eine auffällige Tendenz zeigt sich beim Thema Berufliche Forderung. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Befragten, die sich in ihrem Beruf stark oder sehr stark gefordert fühlen um fast 40 Prozent gestiegen.

Mehrheit sieht digitalen Wandel positiv

Im zweiten Teil der Studie sollten die Befragten die Digitalisierung und ihre Folgen einschätzen. Hier zeichnet die Studie ein überraschend positives Bild. Trotz der weit verbreiteten Ansicht, dass Deutschland beim Thema „Digitaler Wandel“ im internationalen Vergleich Nachholbedarf hat, fühlt sich die Mehrheit der Befragten (61 Prozent) gut bis sehr gut vorbereitet. Interessanterweise empfinden sich besonders die Digital Natives schlechter vorbereitet als ältere Generationen.

Bezogen auf die Vorteile, die die Digitalisierung mit sich bringt, hoffen 47 Prozent der Befragten auf Zeitersparnis und 40 Prozent erwarten flexiblere Arbeitsbedingungen. Beim Thema Arbeitsplätze sind deutsche Angestellte unschlüssig, die eine Hälfte sieht die Digitalisierung als „Jobkiller“ an, die andere Hälfte ist der Meinung, dass dadurch neue Stellen geschaffen werden. Insgesamt sind die Befragten jedoch der Meinung, dass der digitale Wandel mehr Chancen als Risiken bietet.