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Änderungen bei Google AdWords bieten Werbekunden neue Möglichkeiten

Neuerdings sind die Anzeigen grün statt gelb und es gibt vier statt drei

Bei näherer Betrachtung eröffnen sich dadurch allerdings auch neue Möglichkeiten, die genutzt werden sollten. Dabei bekommen mobile Endgeräte, insbesondere Smartphones, künftig einen besonderen Stellenwert.

Es ist vermutlich ein zentraler Grund für Googles Marktführerschaft in den meisten Ländern dieser Erde, dass das Unternehmen ständig bemüht ist, seine Dienstleistungen weiter zu verbessern. Da die unterschiedliche Anordnung aller denkbaren Elemente auf der Website Auswirkungen auf das Nutzerverhalten hat, gibt es dort regelmäßige Neuerungen und Anpassungen. In den letzten Wochen hat Google zwei wichtige Veränderungen vorgenommen. Zum einen wird keine Werbung mehr in der Spalte rechts neben den Suchergebnissen angezeigt, womit auf einen Schlag sechs Anzeigenpositionen weggefallen sind. Stattdessen gibt es nun eine vierte Top-Position über den Suchergebnissen, wo bisher maximal drei Anzeigen zu sehen waren. Dieser Einschnitt wirkt sich auf die Online-Marketing-Strategien aller Unternehmen aus, die ihre Produkte und Dienstleistungen über Google AdWords bewerben. Der gestiegene Konkurrenzdruck und damit verbunden ein verstärkter Wettkampf um die Top-Anzeigenpositionen, den sich Google vielleicht als Folge dieser Verknappung erhofft hatte, ist allerdings bisher weitgehend ausgeblieben.

Einheitliches Seitenlayout für Desktop und mobile Endgeräte

Google hält schon länger an seinem Motto „Mobile first“ fest und sieht das Smartphone nicht als Kurzzeitphänomen, sondern als besten Freund vieler Nutzer. Diese Strategie steht wohl hinter dem Wegfall der Anzeigenleiste, denn auf diese Weise vereinheitlicht Google das Seitenlayout für Desktop und mobile Endgeräte. So ist geräteübergreifend die gleiche Nutzererfahrung gewährleistet. Damit zeichnet sich bereits ab, dass mobile Endgeräte – mit denen bereits jetzt 45 Prozent der User im Web surfen – künftig eine noch wichtigere Rolle in der Unternehmensstrategie von Google einnehmen werden.

Da für Werbekunden damit die Möglichkeit, auch auf niedrigeren Positionen sichtbar zu sein, stark eingeschränkt wird, müssen diese ihre Werbestrategien anpassen. In Zukunft wird die Ansprache des Nutzers mit spezifisch auf ihn zugeschnittenen Anzeigen noch wichtiger sein.

Grüner „Anzeige“-Button für ein dezenteres Erscheinungsbild

Weniger Einfluss auf das Advertising an sich hat die zweite Änderung, die Mitte April eingeführt wurde: Google markiert seine Anzeigen nun mit einer grünen Box, das bisherige Gelb wurde weltweit abgelöst. Für viele User mag dies ein angenehmerer Farbton sein als das doch ein wenig „stechende“ Gelb. Vielen ist es aber unter Umständen überhaupt nicht aufgefallen. Diese Umstellung der Anzeigenmarkierungen verfolgte laut Google das Ziel, sowohl für eine deutliche Kennzeichnung der Anzeige, als auch für die eindeutige Identifizierung als GoogleAd zu sorgen.

Da das Grün dezenter darauf hinweist, dass es sich hierbei um einen bezahlten Inhalt handelt, wirken die Anzeigen weniger aufdringlich und fügen sich sehr gut in das Erscheinungsbild der organischen Suchergebnisse ein. Dadurch könnten schließlich auch die Klickraten von AdWords-Anzeigen steigen, sodass durch diese verbesserte User Experience auch das werbende Unternehmen profitiert. Google selbst könnte dieser Kniff natürlich ebenfalls steigende Werbeeinnahmen bescheren.

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